Mortjuri - Desoulate

Review

Irgendwie ärgerlich. Das Debüt der Herren MORTJURI aus Thüringen ist so richtig mies, aber mir will partout keine Idee für einen ordentlichen Verriss einfallen. Komisch, denn normalerweise besprechen sich schlechte Platten immer von selber. Dabei bietet der Fünfer jede Menge Angriffsfläche. Die Keys sind nervig, der Gesang ist nervig, die Drums sind eigentlich auch nervig und da wir gerade dabei sind, der Rest auch.

Warum? Weil die Band sich zwischen alle Stühle setzt und mit ihrem Arsch auf keinem richtig Platz findet. Die Vocals sind hoch, man hört ihnen an, dass im Studio noch reichlich Effekte draufgepackt wurden und die Tatsache, dass sie extrem im Vordergrund stehen, setzt dem ganzen die Krone auf – grauenhaft. Dazu gesellen sich gar liebliche Keyboards, richtig schmusi und zuckersüß. Damit der geneigte Rezensent sie auch nicht vergisst, hat die Band dafür gesorgt, dass sie zu fast jeder Sekunde präsent sind, so macht das Schreiben von Reviews Spaß. Doch ich bleibe tapfer und kämpfe gegen den rebellierenden Magen an. Es wird hart, denn auch die Klampfen mögen es eher kuschelig. Schwedisch verträumt in „It Shall Be Done“, bei IMMORTAL geklaut im Opener. Eigene Ideen sind also auch nicht so die Sache von MORTJURI.

Was bleibt, ist ein extrem anstrengendes Album, das man absolut nicht gehört und schon gar nicht gekauft haben muss. Mir reicht es jetzt zumindest, meine Zeit damit zu verschwenden. Ha, ist mir ja doch etwas eingefallen.

17.10.2008
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