Nale - Death. Skulls. Satan.

Review

Sechs Jahre ist es her, dass NALE mit „Ghost Road Blues“ ihr Debüt veröffentlicht haben. In der Zwischenzeit waren die Schweden nicht untätig, drei Viertel von NALE spielen oder spielten auch noch bei den Old-School-Todesmetallern von LIK, die 2015 ihr Debüt veröffentlichten und jetzt im Mai noch ein Album nachlegen. Von NALE kommt also mit „Death. Skulls. Satan.“ das Zweitwerk, dessen Titel auf ganz anderen Inhalt schließen lässt.

„Death. Skulls. Satan.“ – öfter mal was Neues

Legt man „Death. Skulls. Satan.“ ein, fällt es einem irgendwann wie Schuppen von den Augen. Mit schwedischem Death‘n’Roll oder Melodic Death Metal haben die Stockholmer nicht mehr allzu viel zu tun. Stattdessen orientiert man sich an US-amerikanischem Groove Metal wie FIVE FINGER DEATH PUNCH und an den Riffs der späteren PANTERA. Das wirkt durch die sehr gute Produktion sehr druckvoll und geht gut ins Ohr, doch nach fünf oder sechs Durchläufen stellt man sich die Frage, was eigentlich jetzt von den Songs so richtig hängen bleibt? Mathias Blom hat eine gute Stimme und die Riffs von Tomas Åkvik sind präzise und messerscharf, doch irgendwas fehlt, um aus einem vernünftigen Album ein hervorragendes Album zu machen. Die Halbwertszeit der Songs ist nicht besonders hoch, dafür aber die Gleichförmigkeit und das Album am Stück durchzuhören, zieht sich dann doch etwas.

NALE – auf dem Olymp der großen Bands angekommen?

NALE spielen noch nicht in der Liga von den im Promoschreiben erwähnten Bands wie THE HAUNTED und DANKO JONES. Doch werden die Songs live auf der Bühne bestimmt gut zünden und das Potenzial, um sich weiter hochzuarbeiten, ist bei den Schweden vorhanden. Auch für eine kurze Autofahrt kann man die Scheibe mal einlegen und Leser, deren Hörgewohnheiten durch einzelne Songs von Youtube oder Spotify geprägt sind, dürfen durchaus auch noch ein oder zwei Punkte addieren.

01.04.2018
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