Nuclearhammer - Serpentine Hermetic Lucifer (Re-Release)

Review

Im April wurde das zweite Album der Kanadier NUCLEARHAMMER via Nuclear War Now! Productions auf CD veröffentlicht, ein paar Monate später folgte auf demselben Label eine Vinyl-Ausgabe. „Serpentine Hermetic Lucifer“ heißt das Werk, auf dem sich der Vierer aus Toronto im Spannungsfeld zwischen Black, Death und War Metal bewegt. Darauf sind acht volle Songs und fünf Ambient-/Noise-Zwischenstücke zu hören – von der Spielzeit des 33-sekündigen „…Rise No More“ und des achtsekündigen „The Seeds Of Martyrdom Remain Bitter Until The Dawn Of Reverted Curses“ nicht ablenken lassen, das sind keine Zwischenstücke, sondern ganze Songs. NUCLEARHAMMER setzen sich also zumindest durch den Eindruck, es bei „Serpentine Hermetic Lucifer“ mit einem durchdachten Konzeptalbum zu tun zu haben, deutlich vom Gros ihrer Genrekollegen ab.

Aber nicht nur das, auch musikalisch können die Kanadier was reißen: Statt über die volle Spielzeit das Gaspedal durchzudrücken und ohne Sinn und Verstand herumzubolzen, bemühen sich NUCLEARHAMMER hörbar um Dynamik und Abwechslung in Sachen Tempo, bauen die eine oder andere Wendung ein, die man so nicht erwartet, und gegen Ende werden sie mit dem 12-minütigen „Cosmic Atomic Hypnosis“ sogar auf düster-hypnotische Weise episch. Keine Frage: NUCLEARHAMMER sind Könner, und „Serpentine Hermetic Lucifer“ ist ein Album, das Fans von Bands wie ARCHGOAT, BLACK WITCHERY oder TEITANBLOOD definitiv auf dem Zettel haben sollten. Musikalisch ist das vielleicht nicht DIE Offenbarung des Genres, aber nicht zuletzt durch seine Konzeption eines der interessanteren Alben in einem Bereich, in dem Bands zu oft einfach nur volle Kanne losbrettern, ohne nach links oder rechts zu schauen.

Auf der Bandcamp-Seite von Nuclear War Now! Productions könnt ihr „Serpentine Hermetic Lucifer“ in Gänze streamen.

30.10.2014
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