Nunslaughter - Satanic Chaos Legion

Review

Fünf Jahre ist es schon wieder her, seitdem die US-Black-Death-Terroristen ihr letztes Album „Red Is The Color Of Ripping Death“ veröffentlicht haben. Und eigentlich könnte das hier ein sehr kurzer Text werden, denn Kollege Gabriel hatte in der damaligen Rezension alles auf den Punkt gebracht, das auch für „Satanic Chaos Legion“ zutrifft.

NUNSLAUGHTER bleiben ihrem Teufels-Metal treu!

Nur dieses Mal sorgen NUNSLAUGHTER nicht für einen überraschten bis enttäuschten Aufschrei in ihrer Fangemeinde. Der blitzsaubere Sound der Platte war zu erwarten und wir stellen erneut fest, dass die Band extrem gut gealtert ist. Und sind wir mal ehrlich: Zwar schmückt die Band eine schier nicht endende Liste an Veröffentlichungen seit 1987, aber die Clevelander haben es in all den Jahren gerade einmal auf sechs echte Studioalben gebracht. Insofern muss eine (Weiter)Entwicklung immer noch erlaubt sein.

Dass NUNSLAUGHTER aber immer noch mehr mit Europäern wie NIFELHEIM oder AURA NOIR als mit Landsleuten wie DEICIDE oder MORBID ANGEL zu tun haben, ist umso erfreulicher. Was das konkret bedeutet, zeigt sich spätestens mit dem zweiten Track „Jesus Fucking Dies“ in unverminderter Blasphemie. Räudig kann Musik auch mit moderner Politur klingen.

„Satanic Chaos Legion“ steht zu ihrem Wort

Inhaltlich kotzen NUNSLAUGHTER weiterhin konsequent Erbsensuppe in das Gesicht eines verblüfften Pfarrers. Das tun sie allerdings in einer weitestgehend temporeichen Abfolge, die für Verwüstung und Chaos in den Gehörgängen sorgt. Eine Ausnahme macht allenfalls das schleppende „Heavenless“, dem „Lucifer The Light“ mit einem dämonischen Lachen folgt und das eine wunderbar klassische Death-Metal-Mentalität besitzt.

Letztlich bekommen wir mit „Satanic Chaos Legion“ ein Produkt, in dem auch wirklich steckt, was draufsteht. Und wieder einmal bestätigen NUNSLAUGHTER, das abgrundtief böse, zynische und fiese Musik eingängig und „schön“ klingen kann, ohne dabei ihre Glaubwürdigkeit zu  verlieren.

25.06.2026

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