Odd Logic - Mortal Heirloom
Review
ODD LOGIC gibt es bereits seit 2003 und veröffentlichen aktuell ihr neuntes Studioalbum „Mortal Heirloom“, das auf „Last Watch Of The Nightingale“ (2019) folgt. Hier steht der DIY-Gedanke im Vordergrund.
ODD LOGIC – der DIY-Gedanke steht im Vordergrund
Nahezu alle Alben veröffentlichten die US-Amerikaner aus Tacoma, Washington komplett unabhängig selbst. „Mortal Heirloom“ wird digital kostenlos zur Verfügung gestellt.
Zunächst als Trio gegründet, bestehend aus Sean Thompson (Gesang, Gitarren, Keyboards), Sam Blades (Bass) und Jeffery Leigh (Schlagzeug, Percussion, Programmierung), sind ODD LOGIC heute noch Thompson (auch TRITON PROJECT, inzwischen auch Bass) und Pete Hanson (Schlagzeug und seltene Growls).
ODD LOGIC bieten uns opulent arrangierten, sehr melodisch ausgerichteten Progressive Metal / Rock überwiegend im Stil der Neunziger.
Opulent arrangierter, melodisch ausgerichteter Progressive Metal
Erwähnenswert ist, dass „Mortal Heirloom“ trotz der personellen Konstellation sehr nach einer vollständigen Band klingt. Multi-Instrumentalist Sean beindruckt mit seinen spielerischen Fähigkeiten in erster Linie als Gitarrist, macht seine Sache als Keyboarder aber ebenfalls sehr gut. Der Gesang ist eindringlich wie eingängig und erinnert manchmal an James LaBrie (DREAM THEATER). Die Hooks sind einprägsam, die Grooves zwischen mitreißend bis vertrackt, die einfallsreichen Arrangements weitläufig und atmosphärisch. Heftige Riffs, Akustikgitarren, Keyboardmelodien und vielseitiges Schlagzeugspiel. Bei ODD LOGIC treffen präzise Komplexität und wechselnde Dynamiken auf Eingängigkeit. Dazu gibt es auch einige moderner wirkende heruntergestimmte Elemente
Das Ganze liegt irgendwo in der Schnittmenge von ENCHANT, QUEENSRYCHE, SYMPHONY X, RUSH und PROTEST THE HERO. „Mortal Heirloom“ ist dabei voll starker Stücke: Der Opener „Critical Minutiae“ mit eingängigen Melodien in Kontrast zu rauen Riffs, das groovige „Less Than Modern“ mit einprägsamen Refrain, „Droid“ mit abwechselnd hart krachenden Passagen und himmlischen Akustik-Sequenzen. „Permanent Guest“ ist rifflastig mit starker Hook und emotional zupackendem Gesang, das samtige wie nuancenreiche „Unequal Lies“ wechselt in das abschließende, von starken Rhythmuswechseln geprägte „In Separate Seas“, den härtesten Song auf „Mortal Heirloom“. Ein bunter Progressive-Strauß!
Bunter Progressive-Strauß!
ODD LOGIC bieten auf dem kontrastreichen, fesselndem „Mortal Heirloom“ einige der groovigsten, melodischsten und eingängigsten Momente ihrer Karriere, knallt aber auch mal in den richtigen Momenten. Für Genre-Fans empfehlenswert! „Mortal Heirloom“ ist unter anderem auf der Bandcamp-Seite von ODD LOGIC erhältlich.
Odd Logic - Mortal Heirloom
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Progressive Metal, Progressive Rock |
| Anzahl Songs | 6 |
| Spieldauer | 43:47 |
| Release | 30.06.2026 |
| Label | |
| Trackliste | 1. Critical Minutiae 2. Less Than Modern 3. Droid 4. Permanent Guest 5. Unequal Lies 6. In Separate Seas |
