Pig Destroyer - Head Cage

Review

Make Grindcore great again. PIG DESTROYER sind die Band, die den Grindcore aus seiner dreckigen, verschmutzten Ecke rausgeholt hat. Auch wenn NAPALM DEATH oder CARCASS den Grindcore groß gemacht haben, sauber wurde er erst durch PIG DESTROYER vor 20 Jahren. Wo die Mehrheit der Bands im Grindcore aus der DIY-Szene kommt, in besetzten Häusern spielt und mehr Nieten an der Lederjacke als Dollars auf dem Konto hat, spielen PIG DESTROYER den Grindcore wie ihn Schwiegermamis Liebling spielen würde.

PIG DESTROYER leisten sich seit jeher den Luxus einer vernünftigen Produktion. Wo Grindcore sonst rauh und ungehobelt klingt, ist er bei der Band aus Washington zeitgemäß. Er klingt räudig, aber man erkennt die Instrumente. Das ist v.a. am Schlagzeug von Adam Jarvis festzumachen, denn wo es sonst Trend ist auf einer Keksdose zu trommeln, leisten sich PIG DESTROYER einen druckvollen Punch. Auch alle anderen Instrumente und der Gesang sind gut klingend eingespielt, gemixt und gemastert worden.

PIG DESTROYER leisten sich eine vernünftige Produktion

Der zweite Unterschied zu den Zillionen anderer Bands sind die Texte der Schweineklopper. PIG DESTROYER lassen sich nicht so einfach in die Schubladen Porngrind, Goregrind oder politischen Grind einsortieren. Ja, die Amis haben politische Texte. Ja, sie haben über Sex geschrieben und auch Horror, Morde und Geisteskrankheiten thematisiert. Aber irgendwie haben sie es nie so flach und mit dem Vorschlaghammer gemacht wie Band XYZ.

„Head Cage“ ist die Rückkehr zum Grindcore

Was ist jetzt aber das besondere an „Head Cage“? Man wusste schließlich nicht was man von PIG DESTROYER erwarten sollte. Mit „Book Burner“ kam das letzte Album vor sechs Jahren heraus und kurz danach veröffentlichte man mit „Mass & Volume“ eine EP, die mehr Sludge Metal als Grindcore war. Aber 2018 sind die Amis um Gitarrist Scott Hull und Sänger J. R. Hayes wieder beim Grindcore gelandet. Die Geschwindigkeit der Scheibe wurde zwar im Vergleich zu der restlichen Szene etwas gedrosselt, aber nur um heftiger zuschlagen zu können.

Mit „Head Cage“ zeigen PIG DESTROYER mal wieder auf, dass sie immer noch zu den Top 5 des Grindcore gehören. Das Album ist super druckvoll produziert, abwechslungsreich und ohne Kompromisse. An der Scheibe führt im extremen Metal 2018 kein Weg daran vorbei.

17.09.2018
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