Pombagira - Maleficia Lamiah

Review

Allein die Tatsache, dass sich lediglich zwei Songs auf diesem Teil befinden (die Vinyl-Edition wurde auf fünf Exponate aufgestockt) und es „Maleficia Lamiah“ dennoch auf eine Spielzeit von mehr als 40 Minuten bringt, sollte relativ klar machen, womit wir es zu tun haben.

Doch das britische Duo Carolyn (Drums) und Peter Hamilton-Giles („Rest“) hat keineswegs die elegische Schönheit des Doom in epischer Form und Erhabenheit anzubieten, sondern viel mehr ein mitunter kunterbuntes, ab und an aber doch trist-graues und über weite Strecken schlicht anstrengendes Sammelsurium aus psychedelischen, trance-artigen und verstörenden Lava-Sounds, die häufig auch die Drone-Ecke mehr als nur tangieren.

„Easy Listening“ ist also definitiv etwas anderes und selbst „Rock“ und „Metal“ im konventionellen Sinn sind hier nicht unbedingt als prägendes Element auszumachen, dennoch kann das Duo mit einer interessanten, wenn auch fordernden Melange aber zumindest phasenweise für Hörgenuss sorgen.

Voraussetzung ist jedoch nicht nur ein straffes Nervenkostüm und die Muse, sich mit dieser – am ehesten an eine Mixtur aus den schrulligsten ELECTRIC WIZARD-Momenten, SUN O))), MOSS und SLEEP zu „Jerusalem“ Zeiten auf der heftigeren Seite, sowie jeder Menge an fast schon techniod anmutenden, psychedelisch wabernden Drogen-Sounds erinnernden – eigenwilligen und nicht wirklich „ohrenschmeichelnden“ Melange auseinanderzusetzen, sondern auch eine Vorliebe für die „Ursuppe“ des progressiven, psychedelischen Rocks.

Denn zumindest was die Atmosphäre, wie auch die sich vor dem „imaginären“ Auge des Zuhörers auftuenden Bildkreationen (verdammt, ich hasse violett, macht das Zeug aus!) betrifft, lassen sich hier sehr wohl auch Elemente heraushören, die von Bands wie den frühen PINK FLOYD und diversen Krautrock-Ikonen inspiriert wurden.

Nicht zuletzt diese „Wirkung“ machte das Duo auch für den Photographen Vic Singh, der unter anderem bereits mit THE BEATLES und eben PINK FLOYD gearbeitet hat, interessant. Auf weitere Kooperationen darf man also gespannt sein, farbenprächtig werden diese allemal sein, die musikalische Untermalung darf beim nächsten Mal allerdings durchaus gerne ein klein wenig entspannter ausfallen….

21.04.2013
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