Powermönger - Powermönger

Review

POWERMÖNGER haben offenbar beschlossen, dass Heavy Metal vor allem schnell, laut und möglichst unkompliziert sein sollte. Auf ihrer selbstbetitelten Debüt-EP liefern die Kanadier sechs Songs zwischen klassischem Heavy Metal und Speed Metal, bei denen die 80er nicht nur musikalisch allgegenwärtig sind. Wer auf moderne Experimente hofft, ist hier jedenfalls an der falschen Adresse.

POWERMÖNGER kennen keine Geschwindigkeitsbegrenzung

Schon der Bandname verrät ziemlich viel darüber, wohin die Reise geht. POWERMÖNGER setzen auf scharfe Gitarren, hohes Tempo und einen Gesang, der sich gerne in höhere Lagen verabschiedet. Das klingt nach einer Mischung aus RAZOR, MOTÖRHEAD und jeder Menge klassischem Underground-Speed-Metal.

Der Titeltrack „Powermönger“ bringt diese Ausrichtung ziemlich direkt auf den Punkt. Mit „Leather Legions“ folgt eine weitere Nummer, die sich ganz dem traditionellen Metal verschrieben hat. Dabei stehen nicht komplizierte Arrangements im Vordergrund, sondern Riffs, die möglichst schnell im Kopf bleiben sollen.

Auch „Off The Menu“ passt in dieses Konzept. POWERMÖNGER machen keine großen Umwege und verlassen sich lieber auf Geschwindigkeit und eine gehörige Portion Spielfreude.

Kein Platz für Experimente

Dass die Kanadier ihre musikalischen Vorbilder nicht verstecken, zeigt sich spätestens beim abschließenden „Max Overload“. Mit der Coverversion des belgischen Speed-Metal-Urgesteins ACID verneigen sich POWERMÖNGER vor genau jener Ära, aus der auch ihre eigene Musik stammen könnte.

Das ist einerseits sympathisch, andererseits natürlich nicht besonders originell. Die Band orientiert sich so konsequent am traditionellen Heavy und Speed Metal, dass eine eigene Handschrift noch nicht überall zu erkennen ist. Gerade bei einer jungen Band wäre etwas mehr Mut zu ungewöhnlichen Ideen durchaus willkommen.

Auf der anderen Seite funktioniert dieser Ansatz gerade im kompakten EP-Format. POWERMÖNGER wollen offensichtlich keine musikalischen Grenzen verschieben, sondern ihre Begeisterung für klassischen Metal möglichst ungefiltert ausleben.

„Powermönger“ ist damit vor allem etwas für diejenigen, die ihre Musik gerne schnell und schnörkellos mögen. Die Kanadier liefern einen vielversprechenden Einstand, auch wenn sie künftig noch etwas deutlicher zeigen dürfen, was sie von ihren zahlreichen Vorbildern unterscheidet.

24.10.2026

Heavy Metal Maniac! :)

Exit mobile version