Prone to Shade - Flight 666

Review

Prone to Shade stammen aus dem niedersächsischen Löningen und haben sich trotz ihrer jungen Jahre (alle Bandmitglieder sind zwischen 22-24 Jahren alt) in erster Linie dem guten, alten Thrash der Bay Aera-Schule verschrieben. Das geht so weit, daß Sänger Jens Bührmann im Opener „Hell ‚em all“ (sic!) trotz einer etwas tieferen Stimmlage unverkennbar versucht, die Gesangstechnik von James Hetfield zu imitieren, was auch recht gut gelingt. In Anbetracht dessen, daß „Flight 666“ innerhalb von nur zwei Tagen eingespielt wurde, legen Prone to Shade ein beachtliches handwerkliches Niveau vor, auch der Sound ist den Umständen entsprechend nicht von schlechten Eltern. Leider fehlt es den 6 Songs an akustischen Widerhaken, sprich wirklich mitreißenden Refrains, ungewöhnlichen Breaks oder ebensolchen Gitarrenläufen, musikalische Eigenschaften eben, die den Wiedererkennungswert der dargebotenen Klänge steigern. Nichtsdestotrotz befinden sich die fünf Niedersachsen auf einem guten Weg, wenn sie wie in „The Illusion Rejected“ plötzlich das Tempo drosseln und an Paradise Lost zu Icon-Zeiten erinnern oder in „Straightjacket“ bissiger und aggressiver als zuvor zu Werke gehen. Finden Prone to Shade zwischen allen guten und gutgemeinten Einflüssen eine eigene Identität, sollte einer erheblichen Steigerung nichts im Weg stehen. Nähere Infos zur Band sowie eine Bestellmöglichkeit von „Flight 666“ sind unter (Link) zu finden.

17.01.2002
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