Resurrected - Perpetual

Review

Das Duisburger Death-Metal-Urgestein RESURRECTED meldet sich nach neun Jahren mit einem neuen Album zurück. Von den Gründungsmitgliedern ist einzig Thomas Granzow nach dreißig Jahren Bandgeschichte noch dabei. Trotz der vielen Besetzungswechsel hat sich die Grundausrichtung der Band kaum verändert. „Perpetual” bietet brutalen Death Metal der alten Schule, der gerne und oft in Richtung schwedischer Oldschool und amerikanischer Urgewalt liebäugelt.

Tradition und Kompromisslosigkeit

Wer sich über die Jahre mit dem Schaffen der Band beschäftigt hat, wird sicherlich eine gewisse Entwicklung erkennen. Im Großen und Ganzen liefern sie jedoch eine derbe, brutale Kelle ab, die wenig Spielraum für Experimente bietet. Das ist keineswegs negativ gemeint, denn musikalisch und technisch gibt es hier nicht viel zu bemängeln. Die Mischung aus derben Blastbeats und markanten Midtempo-Breakern kann durchgängig überzeugen.

Der gesamten Ausrichtung der Spielart ist eine gewisse Gleichförmigkeit nicht abzusprechen. Tracks wie „Decomposed” oder „Immaculate Deception” sorgen mit etwas spannenderen Hooks und Kniffen für Abwechslung. Auch die Leads von „Human Wrath” gehen sofort ins Ohr und zeigen, dass bei aller Kompromisslosigkeit und Härte der ein oder andere neue Ansatz einen echten Unterschied im Gesamtbild macht.

„Perpetual” ist das achte Studioalbum der Band, wenn man die Neuaufnahme von Faireless to the Flesh nicht mitrechnet. Es handelt sich um knallharten, gut produzierten Old-School-Death-Metal, der trotz amerikanischer Ausrichtung auch an schwedische Originale wie GRAVE erinnert. Dies liegt nicht nur an den leichten Sandström-Reminiszenzen durch Christoph Mieves. Auch das abschließende Cover von MALEVOLENT CREATION passt ausgesprochen gut ins Albumkonzept und sorgt für einen starken Abschluss.

Konsequenter Old-School-Sound ohne Tiefpunkte

RESURRECTED sind auch nach mehr als 30 Jahren Death Metal kein bisschen ausgewhimpt und bleiben ihrem Stil durchweg treu. „Perpetual” ist eine knallharte Platte und eine starke Ansage gegen moderne Trends und Chartplatzierungsaugenwischerei. Fans des derben Death Metal aus dem Ruhrpott, die die Band in den letzten Jahren vermisst haben, bekommen hier auf jeden Fall die Vollbedienung.

19.04.2026

- perfection is the end of everything -

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