Reversion - King Of Deceit

Review

Man könnte fast meinen, dass die in 2005 gegründete Band REVERSION zu den Anhängern von Bands wie FATES WARNING, DREAM THEATER, RUSH oder QUEENSRYCHE gehört. Na ja, eigentlich ist es eine Tatsache. Wenn man sich die Einflüsse auf der Bandeigenen Homepage anschaut, dann kommt mindestens eine der Bands bei jedem der Musiker vor.

Und genauso klingt der sympathische fünfer dann auch. Eine finnische Variante der amerikanisch-kanadischen Connection wenn man so will. Mit einem Schuss moderner Komponenten und sphärischen Klängen. Besonders kommen die Qualitäten der Truppe dann zum Zuge, wenn die wirklich gute Stimme von Sänger Aleksi Parviainen vom Keyboard und der Gitarre begleitet wird. Die Melodielinien sind sauber gespielt, ohne jeglichen Makel, dabei immer schön differenziert und dennoch wuchtig gestaltet.

Vor allem bei Nummern wie „Immortalized“, „Event Horizon“, „Hurt“ (todunglücklich) und „Blue Flame“ punktet die Combo besonders und wird allen Freunden der eben genannten Bands Tränchen in die Augen treiben. Dabei beachten die Finnen jedoch, nie wie eine tumbe Kopie der Originale zu klingen. Natürlich lässt sich Prog Metal leicht über einen Kamm scheren, allerdings bringen REVERSION eigene Elemente und Trademarks in der Musik unter. Und wenn dann noch Aleksi jeden einzelnen Track mit seiner äußerst variablen Stimme untermalt, ist das Eis gebrochen.

Kritikpunkte sind auf „King Of Deceit“ eigentlich nicht zu finden. Die Produktion ist sehr sauber, leider dabei fast schon (genretypisch) steril gehalten. Zu bemängeln ist lediglich, dass sich unter den acht Stücken kein richtiger Prog-Gassenhauer befindet, wie z.B. von der Marke „Pull Me Under“ oder „A Pleasant Shade Of Gray“ (Nummer egal). Das wäre aber vielleicht auch etwas viel verlangt. Dafür haben die Jungs eine solide, abwechslungsreiche Platte an den Start gebracht, die erahnen lässt, dass die Band in Zukunft noch von sich hören lassen wird.

04.09.2008
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