Sadistik Forest - Death, Doom, Radiation

Review

Aus Finnland bringen uns SADISTIK FOREST die geliebten Neunziger zurück nach Hause. Mit “Death, Doom, Radiation“ bieten uns die Musiker ein Werk, welches das Flair unserer allseits geliebten Death Metal Heroen wie beispielsweise GRAVE einfängt und sich somit unweigerlich Vergleichen mit eben jenen stellen muss.

Dabei fällt gleich zu Beginn auf, dass “Death, Doom, Radiation“ ein sehr zwiespältiges Werk geworden ist. Zum einen merkt man den Musikern ihre Passion für den besagten Stil an und sie schaffen es gekonnt, den Hörer mit einer ordentliche Portion Groove und Energie wie beispielsweise in “Radiation Cloud“ zu fesseln. Im Gegensatz dazu fehlt es allerdings teilweise einfach an den richtigen Ideen, um griffige Songs zu schreiben, die auch nach mehrmaligem Hören hängen bleiben. Für dieses Manko könnte man theoretisch die extrem eintönigen Growls verantwortlich machen, was aber nur die halbe Wahrheit wäre. Zwar sind dieses alles andere als abwechslungsreich, sorgen aber erst in Kombination mit dem recht monotonen Songwriting, wie beispielsweise in “Down Pours The Rain Of Blood“ für die Schattenseite von “Death, Doom, Radiation“. Ebenso wie der Gesang bietet auch die Saitenfraktion relativ wenig Abwechselung in ihrem Handeln, was letztendlich auch das recht variantenreiche Schlagzeugspiel nicht mehr rauszureißen vermag. Und auch wenn das abschließende “Violent Confrontation“ nochmal alle Vorzüge von SADISTIK FOREST zeigt, so rettet dies letztendlich leider auch nicht mehr über das Mittelfeld hinaus. Die trockene Produktion, welche fast schon ein wenig Retro wirkt, sorgt aber zum Glück für die nötige Authentizität, um erneut das Flair der Neunziger zu verbreiten.

SADISTIK FOREST sollten unbedingt lernen, ihre Passion eher in Richtung  abwechslungsreicheres Songwriting zu packen. Das Talent haben sie auf alle Fälle, es fehlt lediglich an der passenderen Umsetzung, um es dem Hörer auch dauerhaft schmackhaft zu machen.

05.03.2012
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