Scent - Period

Review

Was die noch relativ junge Band SCENT aus Finnland mit diesem Album abgeliefert hat, kann sich mit dem Schwall an stilistisch-nahen Bands aus den Staaten messen lassen. Sie verarbeiten alles, was heutzutage moderne Rockmusik ausmacht: New-Metal, Crossover, Emo-Core, Alternative sowie Industrial-Elemente. Das soll nicht heißen, daß sie von Song zu Song jeweils ein anderes Sub-Genre bedienen. Vielmehr schaffen sie es, aus den vielen Einflüssen eine Einheit zu schaffen. Mit ihrer Mixtur stehen sie ziemlich genau zwischen INCUBUS und DEFTONES. Natürlich trifft ein solcher Vergleich auch auf einen großen Teil von Bands des derzeitigen New-Metal/Rock-Booms zu. Aber SCENT können sich mit ihrer verhältnismäßig starken Ausrichtung zur Melodie von der Masse absetzen. Stellenweise geht es dabei verdammt melancholisch zu („Encircled“, „Futile“) und sogar etwas funky („Origo“, „Transparent“). Generell lassen SCENT viel Platz für ruhige Momente und verzichten auf stumpfe Aggro-Grooves. Auch der Gesang entspricht eher einem Brandon Boyd (INCUBUS) oder Maynard Kennan (TOOL) als dem gängigen Hardcore-Geschreie. Schwache Songs sind zwar nicht auszumachen, aber richtige ‚Hits‘ lassen sich auch nicht finden. Es ist halt ein Album auf dem durchgängig ein ziemlich hohes Niveau vorherrscht. Wer mit den oben genannten Bands etwas anfangen kann, sollte hier mal reinhören. Vor allem für Fans von INCUBUS, denen die Entwicklung zum Mainstream nicht allzu sehr mundet, könnte dies eine ‚fast‘ adequate Alternative darstellen. Bleibt zu hoffen, daß SCENT nicht an der Überpräsenz amerikanischer New-Metal-Bands scheitern.

22.01.2002
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