Secret Illusion - Illusion

Review

Einiges getan hat sich im Lager der Griechen SECRET ILLUSION seit ihrem bislang einzigen Lebenszeichen, dem 3-Track-Demo „Silent Voices“. Zwar gibt es alle drei Songs davon auch auf vorliegendem Debüt zu vernehmen, doch nicht zuletzt durch die Tatsache, dass mit Dimitris Giannakopoulos ein neuer Sänger im Line-Up zu finden ist, klingen auch diese deutlich unterschiedlich.

An der musikalischen Grundausrichtung hat sich selbstredend nichts verändert, die nunmehr als Quintett agierende Truppe ist dem überaus melodischen, teilweise in Richtung Bombast tendierenden Prog Metal treu geblieben und kredenzt ihre Kompositionen mit reichlich Schmackes, aber auch mit tonnenweise Gefühl, sowie vereinzelten Ansätzen in Richtung frühere DREAM THEATER-Melodien. Trotz zumeist vorherrschendem Up-Tempo verstehen es die Hellenen blendend für Verschnaufpausen, wie auch für emotionsgeladene Momente zu sorgen und das ganz ohne die Kitsch-Kiste zu öffnen.

Klar, mitunter lässt sich die geographische Nähe zu Italien durchaus auch musikalisch nachvollziehen, doch eine solide Grundhärte, sowie reichlich Abwechslung machen „Illusion“ wohl für jeden Zuhörer spannend. An Inspirationsquellen selbst gibt es selbstredend jede Menge zu erkennen, doch ganz ehrlich, eine eigenständige Formation in besagter Nische zu finden ist heutzutage generell sehr schwer, da die Ingredienzien eben allesamt in irgendeiner Form wahlweise aus der Richtung STRATOVARIUS, von den frühen RHAPSODY oder aktuell auch von SONATA ARCTICA stammen dürften.

Die Griechen machen ihre Sache durchwegs gut, liefern eingängige, wie unterhaltsame Melodien und erweisen sich obendrein als überaus kompetent an ihren Instrumenten, weshalb „Illusion“ bei Genreliebhabern auch durchaus Zuspruch finden sollte.

21.07.2011
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