Self Deception - One Of Us
Review
Man könnte meinen, dass SELF DECEPTION Newcomer sind, doch die schwedische Band treibt seit mindestens 15 Jahren ihr Unwesen. Allerdings erschienen alle bisherigen Alben auf Kleinstlabels oder in Eigenregie – so wie der direkte Vorgänger „Destroy Art“. Das ändert sich nun, denn „One Of Us“ erscheint via Napalm Records, die neben etablierten Acts immer wieder ein glückliches Händchen für Underground-Perlen beweisen. Ist es hier auch so?
SELF DECEPTION mischen einen modernen Cocktail
„One Of Us“ ist ein Cocktail aus modernen Rock- und Metalzutaten: etwas US-amerikanischer Metalcore hier, etwas AVENGED SEVENFOLD da. Synthesizer sind bei den Skandinaviern ebenfalls präsent, sodass sie gut zur Tour mit AMARANTHE passen. Der Gesang ist überwiegend clean gehalten – Screams setzt die Band gezielt ein.
Die Zutaten, die die Band nutzt, sind nicht neu, greifen aber gut ineinander. Obwohl der Popanteil hoch ist und True-Metal-Gatekeeper zahlreiche Gründe finden dürften, die Scheibe zu zerreißen, spricht einiges für „One Of Us“. Der klare Gesang ist kraftvoll und wenig bearbeitet – heutzutage ist man schon froh, wenn kein Autotune verwendet wird und das ist hier der Fall.
Die Songs sind abwechslungsreich strukturiert, kompakt und interessant genug, um zu fesseln. Mit 35 Minuten Laufzeit vermeiden SELF DECEPTION Redundanz und liefern ein kompaktes Werk, das sich gut am Stück hören lässt.
„One Of Us“ ist abwechslungsreich und jugendlich
Als Ü30-Metaller stellt man sich die Musik von SELF DECEPTION als Core für die jüngere Generation vor. Doch unabhängig vom Alter kann man mit „One Of Us“ Spaß haben, da es bekannte Zutaten eigenständig kombiniert. Wenn die Band das live überzeugend umsetzt, bleibt sie künftig wohl nicht mehr im Underground.
Self Deception - One Of Us
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Alternative Metal, Modern Metal |
| Anzahl Songs | 11 |
| Spieldauer | 35:52 |
| Release | 15.05.2026 |
| Label | Napalm Records |
| Trackliste | 1. One Of Us 2. Time's Up 3. Wake Up 4. Don't Belong 5. Death Of Me 6. Break! 7. The Wedding 8. Ketamine Cowboy 9. Blame 10. Entertained 11. Goddamn Me |
