- We're All Gonna Fukkin' Die
Review
Argumente gegen SHEWOLFF und „We’re All Gonna Fukkin‘ Die“ sollen Gestalten mit vermindertem Arpeggio als Haustier und polyrhythmischem Stuhlgang ruhig suchen. Auf dass sie in unruhigem Schlaf heimgesucht werden! In ihrer ganzen Armseligkeit! Von K. von Shewolff, Swinedog und Voilnöngt. Von SHEWOLFF.
Das Unterfangen ist in jedem Fall absurd, denn: Es gibt keine Argumente gegen eine Band, die faktisch MOTÖRHEAD als besessener Werwolf ist und sich das MIDNIGHT-Logo auf der Lende während der HELLHAMMER-Zeremonie selbst gebissen hat. Während einer der täglichen HELLHAMMER-Zeremonien.
We want the fire! Forevermore!
Was die drei sehr zwielichtigen Gestalten aus Belgien als SHEWOLFF auf ihrer ersten Platte „We’re All Gonna Fukkin‘ Die“ veranstalten, das kann sich unter ästhetischen Gesichtspunkten folgerichtig nicht hören lassen. Und so muss es ja auch sein. Wie sollte tiefschwarzer Metalpunk denn auch sonst zum Ziel führen? Wie könnte die verlorene Zielgruppe denn in Ekstase versetzt werden, wenn nicht durch schmutzige kleine Reduced-to-the-max-Attacken, die zu straightem Rhythmus den geraden Weg ins Reptiliengehirn nehmen?
Garniert von unheilvollen Intros, Outros sowie vereinzelten Tasteneinsätzen gibt es bei SHEWOLFF beständig auf die Dreizehn; WOLFPACK/WOLFBRIGADE sind nicht sehr weit entfernte Verwandte. Alle sechs Songs auf „We’re All Gonna Fukkin‘ Die“ zwingen bei angemessener Lautstärke umstandslos zum unheiligen Ausdruckstanz und fördern den Drang, etwas zu zerstören, am besten mit Feuer und im Zeichen des Nihilismus. Bierchen vorher sollte auch noch drin sein.
„Bring out the guillotines! Off with their heads!“
Das hätte Lemmy auch goutiert, dessen Signature-Riff SHEWOLLF demonstrativ als Kickstarter am Beginn des Titelsongs von der Leine Lassen. Begeisternd ist ansonsten das im Midtempo durch die heile Welt sägende „Guillotines“ mit Orgel und diabolischem Gelächter: „Bring out the guillotines! Off with their heads!“ Und das abschließende „The Day The Whole World Ends“, das zu gefauchtem „Alright“ in der Mitte richtig Fahrt aufnimmt und natürlich keine Gefangenen. Und alle anderen Stücke begeistern auch.
Mit anderen Worten: Jeder schwarzwandige Club, der nur über die Treppe nach unten zu erreichen und mit 66 (Lehrgeld) Zahlenden und einem Ziegenbock mehr als überfüllt ist, sollte aktiv werden: Jeder Tropfen Herzblut von eurer viel zu tiefen Decke schreit nach einem festen Engagement dieser Band.
- We're All Gonna Fukkin' Die
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Black Metal, Black'n'Roll, Punk Rock |
| Anzahl Songs | 6 |
| Spieldauer | 24:34 |
| Release | 22.05.2026 |
| Label | De Pankraker Records/Dying Victims Productions |
| Trackliste | 1. Eternal Night 2. Guillotines 3. We're All Gonna Fukkin' Die 4. Nail + Burn 5. Fantastik Fukk 6. The Day The Whole World Ends |