Shinedown - EI8HT

Review

SHINEDOWN zählen seit über 20 Jahren zu den zuverlässigsten Namen im modernen Hard Rock. Nach dem Ende von DREVE gründete Sänger Brent Smith die Band Anfang der 2000er und legte mit „Leave A Whisper“ direkt ein starkes Debüt hin. Spätestens mit „The Sound Of Madness“ katapultierten sich SHINEDOWN endgültig an die Spitze des US-Rocks. Seitdem liefert die Band regelmäßig große Refrains, schwere Gitarren und emotionale Themen zwischen Wut, Hoffnung und Selbstzweifeln.

„Ei8ht“und der ehrgeizige Overload

Mit „EI8ht“ veröffentlicht die Band jetzt ihr achtes Studioalbum – und allein der Umfang setzt schon ein Statement. Andere Bands bringen heutzutage EPs mit vier Songs raus. SHINEDOWN packen dagegen 18 Tracks und über 60 Minuten auf die Platte. Das zeigt Ehrgeiz, sorgt aber gleichzeitig auch für das größte Problem der Scheibe. Aber dazu im späteren Verlauf mehr.

Denn „EI8ht“ startet zunächst stark. „At The Bottom“ schleicht sich mit soften Gesang und Pianoklängen heran um dann hymnenartig zu explodieren. Ein Hauch von Epic in der Luft.

SHINEDOWN zeigen eine gewohnt starke Performance

Die härteren Songs drücken ordentlich nach vorne, die Refrains bleiben hängen und Brent Smith liefert wie gewohnt eine starke Performance ab. Stichwort: Gewohnt. Man kennt´s halt. Man weiß, auf SHINEDOWN ist Verlass. Aber darf es vielleicht auch ein bisschen mehr sein als das?

Mit zunehmender Laufzeit verliert das Album nämlich seinen Fokus. Einige Songs klingen zu ähnlich, manche Ideen wiederholen sich und nicht jeder Track rechtfertigt seine Existenz. Statt eines durchgehend packenden Albums bekommt man eher eine Sammlung aus starken Songs, soliden Füllern und wenigen echten Highlights. Genau hier hätte der Platte etwas mehr Kürze gutgetan.

SHINEDOWN lassen den Hasen zu wenig Haken schlagen

Trotzdem fällt „EI8ht“ nicht komplett ab. Die Produktion ist sauber, die Band ist extrem eingespielt und selbst die schwächeren Momente wirken professionell und glatt umgesetzt. SHINEDOWN wissen, wie der Hase läuft. Dabei dürfte der auch deutlich mehr Haken schlagen. Am Ende ist „EI8ht“ kein neues Meisterwerk und auch keinen Reinfall. SHINEDOWN spielen ihre Stärken konsequent aus, verlieren sich aber zu oft in der eigenen Länge. Unter dem Strich bleibt ein gutes, aber nicht herausragendes Rockalbum, das vor allem Fans der Band zufriedenstellen dürfte.

 

24.05.2026

It`s all about the he said, she said bullshit.

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