Sleeping Pulse - Dreams & Limitations
Review
Mehr als 10 Jahre haben SLEEPING PULSE auf ein neues Album warten lassen, doch jetzt melden sich Sänger Mick Moss (ANTIMATTER) und Gitarrist Luís Fazendeiro mit „Dreams & Limitations“ endlich zurück. Wer das Debüt-Album „Under The Same Sky“ gehört hat, dürfte nicht überrascht sein, dass der Nachfolger maximal melancholisch ist und darüber reflektiert, dass unsere Existenz auf dieser Welt nicht nur kurz, sondern oft auch schmerzhaft und einsam ist.
SLEEPING PULSE haben das Erfolgsrezept gefunden
Das Album beginnt mit dem instrumentalen Titeltrack, der die Hörer:innen kurz in Sicherheit wiegt, bevor Mick Moss nach einem fließenden Übergang auf „Rise“ anfängt zu singen und mit seiner verletzlichen Stimme auch den fröhlichsten Fan direkt nach den ersten paar Worten vorsichtshalber nach den Taschentüchern greifen lässt. Aber auch das Instrumental trägt mit dem gezielten Einsatz unterschiedlicher Instrumente wie Flöte und Saxofon dazu bei, die Tränendrüsen in Alarmbereitschaft zu halten.
Mit „Two Wreaths“, dem melancholischen Manifest des Albums, erreicht „Dreams & Limitations“ genau nach der Hälfte seinen Höhepunkt. Nach einem ruhigen, introvertierten Intro zeigt Mick Moss nicht nur seine stimmliche, sondern auch seine volle emotionale Bandbreite und lässt die Hörer:innen nach fünfeinhalb Minuten geballter Wehmut mehr als angeschlagen zurück.
Vielleicht also gar nicht so schlecht, dass direkt darauf „The Constraint“ folgt – der einzige Song des Albums, der ein bisschen deplatziert wirkt. Melancholie lässt sich hier zwar auch finden, aber SLEEPING PULSE setzen mit einem schnelleren Tempo und dem rockigeren Zusammenspiel aus Gitarre und Moss’ Stimme auf eine deutlich extrovertiertere Stimmung als auf dem Rest des Albums. „Behind The Glass“ und das Finale des Albums „When I Am Young Again”, zu denen Jenny O’Connor zusätzliche Vocals mit beisteuert, gleichen den kleinen Stimmungs-Schnitzer aber direkt wieder aus.
Bei „Dreams & Limitations“ bleibt kein Auge trocken
SLEEPING PULSE beweisen mit „Dreams & Limitations“ erneut, dass die Kombination aus portugiesischer Gitarre und englischer Stimme unschlagbar ist. Vor allem Sänger Mick Moss überzeugt mit seinem einzigartigen Talent, seine Stimme als emotionales Transportmittel einzusetzen. Mit guter Laune sollte man „Dreams & Limitations“ allerdings nicht unbedingt hören. Nicht, weil das Album dann nicht zünden würde – sondern weil es emotional einfach zu zielsicher trifft.
Sleeping Pulse - Dreams & Limitations
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Progressive Rock |
| Anzahl Songs | 9 |
| Spieldauer | 47:43 |
| Release | 05.06.2026 |
| Label | Prophecy Productions |
| Trackliste | 1. Dreams & Limitations 2. Rise 3. Illuminate 4. The Butterfly Collector 5. Two Wreaths 6. The Constraint 7. Behind the Glass 8. Extrasolar 9. When I Am Young Again |
