Spearhead - Theomachia

Review

Vor gut drei Jahren ging ein Raunen durch die Presse, SPEARHEADs zweites Album „Decrowning The Irenarch“ ließ die Death-Metal-Herzen in den Metal-Redaktionen höher schlagen. Auch Kollege Jens zeigte sich von dem Album mehr als beeindruckt, nun sind die Briten zurück und planen mit „Theomachia“ ihren nächsten Erfolgszug.

Thematisch schließen SPEARHEAD dabei an ihren Vorgänger an und geben sich auch entsprechend unbarmherzig in ihrer musikalischen Untermalung. Dabei geht es mitnichten aufgesetzt brutal zu, wie bei so vielen zeitgenössischen Death Metal Bands. Viel mehr setzt das Quartett auf Intensität, Dynamik und ein nahezu fantastisches Songwriting. „Theomachia“ präsentiert sich auf einem Niveau, vor dem es nur den Hut zu ziehen gilt. Die Zutaten sind zwar weder neu, noch richtig originell, doch werden durch beständige Tempo-Wechsel, der nicht zu versiegen wollenden Energie und der Brachialität genug Abwechslung geboten, um den Hörer an die Boxen zu ketten. Die Aggression kommt nicht geballt, sondern schubweise, immer wieder lassen ein paar Melodien den Ansturm aus wütendem (und unfassbar gutem) Schlagzeugspiel und zerstörerischen Riffs Raum für kurze Atempausen. Obendrauf gibt es noch einen Haufen Soli, die den Songs ihren eigenen Charakter verleihen. Zwar ist der MORBID ANGEL-Einfluss auf „Theomachia“ noch zu hören, doch wen könnte das stören?

„Theomachia“ ist Death Metal auf sehr hohem Niveau und wer eine klasse Gitarrenarbeit wie in „The Lie Of Progression“ oder einem schwarz angehauchten atmosphärischen Kracher der Sorte „Aftermath“ zu bieten hat, braucht die Konkurrenz nicht zu scheuen. Da sehen diverse Brutalo-Combos und Metalcore-Hipster in Sachen Authentizität, Brutalität und Überzeugungskraft ziemlich blass aus!

20.04.2011

Chefredakteur

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