Strange Fear - A Permanent Cold

Review

Und mit STRANGE FEAR haben wir die zweite italienische Hardcore-Band, die in den letzten Tagen ein Album über das Label Indelirium Records veröffentlicht hat: Bei „A Permanent Cold“ handelt es sich um das Zweitwerk der Band aus Modena, die sich im Dezember 2002 gründete, 2004 und 2006 zwei Demos veröffentlichte, 2008 ihr Debütalbum „Another Bullet Of Hate“ nachlegte, rund 100 Konzerte in und um Italien spielte und nun eben mit leicht veränderten Line-up und neuem Plattenvertrag ein weiteres Album veröffentlicht.

Im Gegensatz zum anderen aktuellen Hardcore-Release des Labels – „Usque Ad Finem“ von PAYBACK – liefern STRANGE FEAR jedoch weniger US-amerikanisch gefärbte Mucke ab, orientieren sich mehr an europäischen Größen des Genres und lassen dem traditionelleren Punk noch mehr Raum, als ihre genannten Landsmänner, zögern aber auch nicht, das Tempo immer wieder anzuziehen und ihrem Leitspruch „Fast & Aggressive Hardcore“ gerecht zu werden. Allerdings bleibt im Fall von STRANGE FEAR nicht wirklich viel hängen, auch wenn „A Permanent Cold“ gerade mal eine gute Viertelstunde braucht, um alles zu sagen, was es zu sagen hat; auch, wenn es immer mal wieder recht eingängige Riffs in das Material schaffen – „A Permanent Cold“ hat weder die für Hardcore essenzielle Power, noch den nötigen Wiedererkennungswert, um sich vom Einheitsbrei abzuheben. Hinzu kommt, dass auch technisch nicht immer alles sitzt, vor allem das Schlagzeugspiel lässt die Frage zu, ob da nicht wer am Rest vorbeispielt. Allerdings sorgen der schön druckvolle Sound und die zwei oder drei vorhandenen Knaller (zum Beispiel „Don’t Believe Yourself“, „Day By Day“) dafür, dass „A Permanent Cold“ dann letztlich auch nicht gänzlich im unteren Ende der Skala versinkt.

Darüber hinwegtäuschen, dass wir es hier mit bestenfalls nettem Hardcore zu tun haben, können allerdings auch die paar positiven Aspekte nicht. Ausbaufähig.

06.12.2011
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