Swarm Of The Lotus - The Sirens Of Silence

Review

Aus Baltimore stammen die Metaller SWARM OF THE LOTUS. 2005 hauten sie „The Sirens Of Silence“ raus und somit ein Album, welches es wert ist, zumindest einmal gehört zu werden. Die Truppe frönt einer Mischung aus Metalcore und nicht zu übertriebenem Mathcore. Vertrackte Parts und wirr klingende Passagen schlagen demnach ebenso ein, wie straighte Riff-Attacken und abartiges Geschrei; also all das, was man heutzutage (im Grunde fälschlicherweise aber trotzdem mittlerweile maßgeblich) mit dem gemeinen Begriff Core verbindet.

Mit fettem, abartig bratzigem und nicht zu digitalisiertem Sound, den ihnen CONVERGE-Gitarrist Kurt Ballou gezaubert hat, bewegen sich SWARM OF THE LOTUS am Rande des Avantgardistischen, ohne diesen Bereich aber wirklich auszureizen. Hin und wieder kommen richtig fette Monstersounds zum tragen, die man in ähnlicher Form von Bands wie MASTODON kennt, aber auch wildes Herumgepolter der Marke CONVERGE gibt es zur Genüge, ohne aber deren unschön penetrantes und meiner Meinung nach viel zu übertrieben gefühlloses Gebolze zu imitieren. Zwischendurch werden SWARM OF THE LOTUS sogar ein wenig atmosphärischer und kreuzen ISIS-Gefilde, wobei sie auf „The Sirens Of Silence“ nie wirklich leise Töne erklingen lassen, was wiederum einen direkten Vergleich mit ISIS kippen lässt.

Wenn die Jungs den Gesang deutlich abwechslungsreicher gestaltet hätten und der Mikrospucker nicht nur stumpf mit voller Kehle brüllen würde, hätte man dem Album neben den musikalischen sicherlich auch noch gesangliche Qualitäten attestieren können. So aber verbleibe ich mit einer durchaus guten Scheibe, die allerdings eher für Freaks gemacht ist, die sich voll und ganz mit diesem Stil identifizieren können.

In der aufgeschlossenen Abteilung des Metalcore spielen SWARM OF THE LOTUS auf jeden Fall in der oberen Liga neben ein paar anderen richtig interessanten Bands mit. Rein musikalisch auf jeden Fall. Die Sache mit der stimmlichen Leistung ist lediglich subjektiv und somit reine Geschmacksache. Eine gute Bewertung mit Tendenz nach oben ist jedenfalls absolut gerechtfertigt.

16.09.2007
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