Tarot - Suffer Our Pleasures

Review

Seit Mitte der Achtziger geistert die Kapelle TAROT nun schon durch die Weltgeschichte. Begonnen hat die ganze Sache mit dem 1986er Debut „Spell of Iron“ und über fünf weitere Alben zum aktuellen Longplayer „Suffer our Pleasures“ geführt, obwohl es zwischenzeitlich gar nicht gut um die Band stand und das 1998 erschiene Album „For the gods of nothing“ vorzeitig als das letzte musikalische Lebenszeichen von TAROT angesehen wurde.

Jetzt, fünf Jahre später, erstehen sie wieder um Stimmführer Marco Hietala (u.a. bekannt von den Band Sinergy und Nightwish) und der macht einen wirklich prima Job nach den Jahren der Stille um TAROT. Schon allein der Opener „I rule“ und das zweite Stück der Platte „Pyre of gods“ fegen den Hörer quasi von Beginn an hinfort und zeigen, wo es lang geht. Geradlinig und mit verdammt viel Power in Musik und Stimme entwickelt sich der eine oder andere, teilweise auch mehrstimmige Refrain schnell zu einem Ohrwurm, wie z.B. „From the Void“. Das dritte Lied des Albums „Rider of the last day“ stellt im Gegensatz zu den flotten anderen Liedern eine recht schleppende und schlagzeuglastige, aber irgendwie geniale Nummer dar, die den wuchtigen Gesamtton der ganzen Scheibe exzellent unterstreicht. Der häufige Einsatz von Keyboards mag zwar manche bei anderen namhaften finnischen Bands stören, doch TAROT gereicht es sehr zu Vorteil, harmonisieren die fetten Riffs der Gitarre von Zachary Hietale und die Keyboardmelodie von Janne Tolsa doch nahezu perfekt, was man besonders gut an dem fast schon doomigen „Of time and dust“ mit seinem atmosphärischen Intro und den basslastigen Zwischenteilen hören kann. „Suffer our pleasure“ glänzt dabei mit einer sauberen, klaren Produktion, die die krachenden Songs mit dem hammerstarken Gesang wunderbar unterstreicht. Beim Durchhören durch die Platte fallen einem spontan zwei Songs auf: das verdammt flotte „From the shadows“ mit dem markigen Gesang und dem schnellen Druming und dann direkt danach das fast ganz akustische, eigenwillige, aber irgendwie lustige „Painless“ mit einer sehr interessanten Songstruktur und ziemlich genialen rauen Vocals. Frei danach, wie es schon ein großes finnisches Metal webzine ausdrückte: „Dieses Album war es wert, solange darauf zu warten und es ist ohne Zweifel das beste TAROT-Album!“ Letzteres kann ich zwar nicht beurteilen, da ich nicht alle Scheiben kenne, aber eins kann ich mit Bestimmtheit sagen: Mit dieser Scheibe liegen alle Fans des nicht-kitschigen Power Metals goldrichtig!

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29.10.2003

Der metal.de Serviervorschlag

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