The Anti Doctrine - A Worldwide Elite And Its Downfall

Review

Eigentlich halten die Jungs aus Düsseldorf genau die Mischung parat, die mich persönlich sehr anspricht, wenn es um Metal-Core geht. Anspruchsvolle Songstrukturen mit viel Raum für verschobene Melodien, die weit abseits vom „Core-Einheitsbrei“ angesiedelt sind. Der erste Vergleich, der mir in die Hirnwindungen geschossen war, war der zu dem Sickos von ON BROKEN WINGS, die ähnlich vertrackt zu Werke gehen, jedoch im Auge des Sturms doch ein wenig mehr Gespür für den gesamten Song bieten. THE ANTI DOCTRINE gehen sowohl handwerklich als auch im Großen und Ganzen songschreiberisch mit viel Feingefühl an die 13 Kompositionen obwohl zu keiner Zeit die musikalisch oftmals zitierten THE DILLINGER ESCAPE PLAN erreicht werden. Hinzu kommt, dass ein Teil der Songs etwas langatmig und teilweise im eigenen musikalischen Chaos zu ersticken drohen. Damit aber jetzt endgültig genug der Kritik, denn „A Worldwide Elite And Its Downfall“ besitzt richtig starke Momente wir beispielsweise „The Artificial Way to Hate“ oder „Downfall“, die insbesondere durch facettenreichen Gitarrenlinien und das Double Bass Bollwerk glänzen. Hinzu kommen die abwechslungsreichen Gesangspassagen, die vom cleanen Mitsingpart bis hin zu krächzenden Vox mit Punk Touch einiges zu bieten haben. THE ANTI DOCTRINE gehen mit ihrer Musik einen steinigen und harten Weg, den zuvor schon Bands wie THE DILLINGER ESCAPE PLAN gegangen sind. Es bleibt zu hoffen, dass man nicht den Strapazen erliegt und stets den Gipfel im Auge behält. Das Potenzial ist da und ich bin mir sicher, dass wir noch einiges von der Band zu hören bekommen. Mit „A Worldwide Elite And Its Downfall“ ist der Anfang gemacht. Unbedingt mal ein Ohr riskieren.

10.08.2005
Exit mobile version