The Silent Rage - Nuances Of Life

Review

THE SILENT RAGE ist eine fünfköpfige Power Metal Band aus Athen in Griechenland. Mit “Nuances Of Life“ bringen sie, obwohl bereits in 2006 gegründet, als Nachfolger auf ihr 2016 veröffentlichtes Debütalbum “The Deadliest Scourge“ erst ihr zweites volles Studioalbum heraus. Mit “The Silent Rage“ und “Harvester Of Souls“ gab es jedoch vorher – noch unter dem Namen SILENT RAGE – bereits zwei EPs.

Bieten THE SILENT RAGE unterschiedliche musikalische Nuancen?

Das Album präsentiert auf den ersten Hördurchgang einen starken Sound und eine gute Produktion. Mit “The Serpent Lord“ gelingt gleich ein kraftvoller Einstieg, der den Weg für den Sound des restlichen Albums weist. Das Quintett, bestehend aus Michalis Rinakakis an den Vocals, Nikos Siglidis an Gitarre und Vocals, Nikos Sarbanis an der Gitarre, George Haniotakis am Bass und Stamatis Katsafados an den Drums verstehen ihr Handwerk und sind hör- und spürbar mit Leidenschaft und Feuereifer dabei.

Leider überträgt sich beides nur bedingt auf den Zuhörer. Spätestens nach dem dritten Song klingt alles relativ gleich, es gibt selten herausragende Melodie- oder Tempowechsel. Gerade bei Song fünf und sechs, “Another Fallen Dreamland“ und “Scarlet Dawn“, und Song sieben und acht, “The Man In The Mirror“ und “Exhaling Fear“, fällt der Songwechsel kaum auf, obwohl gerade der letzte Song an BRAINSTORM erinnert. Das wohl markanteste ist der sehr angestrengte kreischige Gesang im Hintergrund, der schmerzhafte Assoziationen an gequetschte Hoden weckt. Dies fällt vor allem beim Einsteiger “The Serpent Lord“ oder “Another Fallen Dreamland“ sofort unangenehm auf. “Scarlet Dawn“ erinnert an Werke von ICED EARTH mit Matt Barlow am Mikro.

“Nuances Of Life“ – fader Einheitsbrei?

Das Album ist keines von der schlechten Sorte, dazu sind Produktion, Musik und Gesang qualitativ zu gut. Jedoch fehlt die Abwechslung, auch nach mehrfachem Hören bleibt nicht viel hängen. Nach einer Weile stellt man fest, dass das Album unbemerkt nebenbei schon zweieinhalb Mal durchgelaufen ist, ohne dass man hätte aufhorchen müssen. Da hilft auch die einzelne Ballade “Black Monday“nicht viel weiter. Fans des Genres werden die Scheibe garantiert mögen, alle anderen sind mit Alben von anderen Künstlern wahrscheinlich besser bedient.

19.05.2023
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