Unruly Child - Worlds Collide

Review

Die Herren Guy Allison und Bruce Gowdy haben sich nach mehr als 15-jähriger Pause endlich dazu durchgerungen das Unternehmen UNRULY CHILD zusammen mit ihrem – mittlerweile zur Dame namens Marcie Michelle Free umgewandelten – Sänger Mark Free, sprich in der erfolgreichen Besetzung der Frühzeit, abermals an den Start zu bringen.

Klar waren UNRULY CHLD danach auch ohne Free aktiv, doch ihre Blütezeit erlebte die Formation eindeutig in den frühen 90er Jahren und in eben jener Besetzung. In wie fern man daran anschließen wird können, bleibt zwar erst einmal abzuwarten, an der Hitdichte selbst wird es jedoch wohl kaum liegen, denn auf „Worlds Collide“ reiht sich Ohrwurm an Ohrwurm, schmeicheln zwingende Melodien ohne Ende das Gehör. Mehr noch, alles wofür wir Melodic Rock / AOR in ähnlicher Machart immerzu schon geliebt haben, wurde von den Herrschaften von UNRULY CHILD auf „Worlds Collide“ nicht nur berücksichtigt, sondern auch auf imposante Art integriert.

Und zwar ganz egal, ob in bester DEF LEPPARD-Manier geradewegs in Richtung Ohrmuschel losgerockt wird, wie in „Show Me The Money“, ob sich die Herrschaften an BON JOVI zu ihrer Frühzeit orientiert haben, wie für „Love Is Blind“, oder gar richtig erdige Grooves den Melodic Rock der Band kennzeichnen, wie im schleppenden „Life Death“, auf diesem Album wird mit potentiellen Hitkandidaten wahrlich nicht gegeizt.
Man könnte zwar durchaus die Meinung vertreten, dass sich im Verlauf der Spielzeit zu viele Balladen auf „World Collide“ eingeschlichen hätten, doch das stört nicht wirklich, zumal es der Band gelungen ist auch dabei ausnahmslos hochwertige Kost zu servieren.

Nachzuhören vor allem im für mich schlichtweg als sensationell zu bezeichnenden „Tell Another Lie“, das für mich hinkünftig als Referenz für derlei Kompositionen herhalten wird müssen, wenn es darum geht so mancher Band, die „emotionsgeladene“ Kompositionen im Talon zu haben vorgibt, den Weg in die richtige Richtung zu weisen.

Ein Melodic Rock / AOR-Album wie aus dem Lehrbuch, das man als Genre-Kenner fraglos lieben wird.

13.10.2010
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