Valkyrie's Fire - Out Of Darkness

Review

KURZ NOTIERT

Obwohl sie aus Nashville, Tennessee stammen, haben VALKYRIE’S FIRE überhaupt nichts mit amerikanischer Country-Musik am Hut. Stattdessen wird hier gleichermaßen leidenschaftlich dem melodischen Power Metal europäischer Prägung wie auch dessen symphonischem Geschwistergenre gefrönt, dass nicht nur der Autor dieser Zeilen bei einer Blindverortung garantiert auf der falschen Seite des Atlantiks gelandet wäre.

Der große „Aha!“-Effekt bleibt somit aus, vielmehr scheinen VALKYRIE’S FIRE vor allem darauf bedacht zu sein, den offensichtlichen Vorbildern – von SONATA ARCTICA und STRATOVARIUS bis hin zu VISIONS OF ATLANTIS und EPICA – gerecht zu werden und deren musikalisches Flair authentisch zu reproduzieren. In diesem Spannungsfeld reiht sich dann auch ein Song wie „Cascade“ ein, der stellenweise an die ganz alten NIGHTWISH zu Zeiten von „Oceanborn“ erinnert, während ein Bombast-Epos wie „Dark Moon“ eher an die düster-atmosphärischen Stücke auf TARJAs jüngeren Solowerken erinnert.

Qualitativ bleibt es indessen bei einer soliden Gesamtleistung ohne nennenswerte Höhen und Tiefen. Ja, der Gesang von Frontfrau Bettie Floyd könnte etwas mehr Erdung und Individualität vertragen, rein technisch gibt es hier aber nichts auszusetzen. Selbiges gilt auch für die schnörkellosen Texte, die sich thematisch einmal quer durch die Botanik arbeiten und sich nach der schönen Edgar Allan Poe-Hommage „Evermore“ zunehmend in wenig fesselnden Belanglosigkeiten ergehen. Für ein Debütalbum geht „Out Of Darkness“ somit voll in Ordnung, inwieweit VALKYRIE’S FIRE darauf aber zukünftig aufbauen können, bleibt abzuwarten.

13.09.2026
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