Vanitas - Der Schatten Einer Existenz

Review

Das zweite Album „Der Schatten einer Existenz“ der Österreicher Vanitas unter der Kategorie Gothic-Metal abzulegen, ist auf der einen Seite durch das Vorhandensein typischer Elemente dieser Stilrichung, wie beispielsweise das Wechselspiel einer lieblichen Frauenstimme und dem grollenden männlichen Widerpart, durchaus berechtigt, ohne dem Album allerdings vollends gerecht zu werden. Dem „Klischee“ Gothic Metal setzen Vanitas Vielschichtigkeit und Abwechslung hinsichtlich der umgesetzten Stimmungsvielfalt entgegen, das keiner lieblosen Pflicht gleicht, sondern von aggressiven zu träumerischen Stellen ein fließendes Gesamtbild ergibt. Der barocken Atmosphäre kommt zudem der Einsatz von Streichern zugute, deren Betätigungsfeld ansonsten die Wiener Staatsoper zu sein scheint. Ein wenig vermisse ich allerdings den richtigen „Biss“ bei den aggressiveren Stellen, durch den die Dualität dieses Album sicherlich weitaus stärker hätte betont werden können. Freunde von Tristania und Anhang sollten den Namen Vanitas nicht gleich wieder vergessen.

07.02.2002
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