Zerre - Rotting On A Golden Throne
Review
Mit „Rotting On A Golden Throne“ hauen ZERRE ein Album raus, das sofort klarstellt, wo der Hammer hängt. Statt sich in Spielereien zu verlieren, setzt die Band auf Druck, Groove und eine ordentliche Portion Wut im Bauch. Der Thrash-Sound wirkt noch kantiger als auf dem Alben-Vorgänger „Scorched Souls“, gleichzeitig schleichen sich erneut immer wieder Crossover-Vibes ein, die dem Ganzen zusätzlichen Drive geben.
ZERRE – Rotting On A Golden Throne
Nach dem kurzen Intro geht es mit „Pigs Will Be Pigs“ direkt nach vorne. Der Song tritt das Gaspedal durch, kombiniert scharfe Riffs mit Gangshouts und funktioniert sofort – ein Track, der (nicht nur) live garantiert zündet. „Deception Of The Weak“ legt in Sachen Speed noch eine Schippe drauf, während „Concrete Hell“ etwas schwerer stampft und genau dadurch ordentlich Druck aufbaut.
Richtig spannend wird es mit „Mental Vacation“. Über sieben Minuten nimmt sich der Song Zeit, spielt mit Tempo und Atmosphäre und zeigt, dass ZERRE mehr können als nur Dauerfeuer. Hier sitzen die Übergänge, hier stimmt die Dynamik – einer der stärksten Momente des Albums, der auf „Rotting On A Golden Throne“ besonders heraussticht.
Macht, Verfall und Selbstzerstörung
Mit dem Titeltrack „Rotting On A Golden Throne“ bringen die Würzburger die Stärken der Platte dann auf den Punkt: eingängige Strukturen, aggressive Riffs und ein Rhythmus, der sofort ins Genick geht. Inhaltlich dreht sich vieles um Macht, Verfall und Selbstzerstörung, ohne dabei in platte Parolen abzurutschen. Dreckiger Thrash mit Groove, Wut und genug Hooks, um sich festzubeißen.
Zum Schluss drehen „Killing Taste“ und „No Alibi“ noch einmal richtig auf. Keine Experimente, kein Schnickschnack – einfach Thrash, der nach vorne geht und genau weiß, was er will.
„Rotting On A Golden Throne“ erfindet das Genre zwar nicht neu, aber das war auch nie der Plan. ZERRE liefern ein Album, das drückt, hängen bleibt und vor allem eins macht: Spaß, wenn es laut ist.
Zerre - Rotting On A Golden Throne
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Heavy Metal, Thrash Metal |
| Anzahl Songs | 9 |
| Spieldauer | 38:49 |
| Release | 27.03.2026 |
| Label | Dying Victims Production |
| Trackliste | 01. Intro (1:39) 02. Pigs Will Be Pigs (5:17) 03. Deception Of The Weak (3:39) 04. Mental Vacation (7:28) 05. Concrete Hell (5:09) 06. Rotting On A Golden Throne (5:01) 07. Tin God (4:11) 08. Killing Taste (5:18) 09. No Alibi (3:07) |
