Zyklon - Aeon

Review

Zyklon hmm Zyklon!!! Ja genau so erging es mir auch als ich den Silberling vor mir liegen hatte. Was war denn das noch für eine Band deren Name sofort diesen deja vu Effekt im Kopf erzeugt. Ein Blick ins Booklett brachte Klarheit ? die Band Samath’s, seines Zeichens Ex-Gitarrist von Emperor (R.I.P.). Bei Zyklon handelt es sich wohl auch um eine Band, über die schon im Vorfeld sehr viel geschrieben wurde und über die Qualität des neuen Albums gemutmaßt wurde. Nach dem eher durchschnittlichen Debüt World Ov Worms, galt es dann mit Aeon die ziemlich hohe Mauer der Erwartungen zu bezwingen. Man merkt deutlich, dass sich die musikalische Ausrichtung der Band vom einstigen Black-Metal stark hörbar in Richtung Death-Metal verschoben hat. Die Tour, die mit Morbid Angel und Deicide absolviert wurde, hatte deutlichen Einfluss auf den Death-Metal Anteil des Albums. Sowohl beim Gesang, mittlerweile Myrkskog Drummer Secthdamon, als auch die Gitarrenarbeit, hier vor allem die Soli, weisen deutliche parallelen zu den eben genannten US Death Heroen auf. Was den Black-Metal Anteil angeht, so sind wirklich nur noch Fragmente auf dem Album auszumachen. Die Songs sind allesamt in ihrer Struktur recht einfach gehalten, was es auf der anderen Seite recht schnell möglich macht Zugang zu dem Album zu finden. Der eine oder Andere würde sich bestimmt über etwas mehr Abwechslungsreichtum freuen, da sich das Scheibchen ziemlich schnell abnutzt und keine Ecken und Kanten bietet, die Lust machen die Parts erneut zu entdecken. Auf Aeon ist kein wirklich Durchhänger zu verzeichnen aber eben auch keine Highlights, was nicht gerade zum dauerhaften Hörvergnügen beiträgt und dazu führen wird, dass das Stück Todesblei recht schnell beim Alteisen landen wird, auch wenn, was mir persönlich sehr gut gefällt, durch die Bank eine wirklich bedrohliche Stimmung geschaffen wird und den Songs Tiefgang verliehen wird. Wenn man Songs herausgreifen müsste, dann würde ich am ehesten das stark an Deicide-Benton erinnernde Core Solution sowie die Midtempo Nummer An Eclectic Manner herausgreifen. Ob die Jungs die Mauer der Erwartungen erklommen haben, kann ich nicht in letzter Konsequenz bestätigen. Hier muss sich jeder selbst eine Meinung bilden. Für mich steht fest, dass es sich zwar um eine gelungene Scheibe handelt, die Spaß macht, der es aber wohl noch etwas mehr Ideen und vor allem Eigenständigkeit bedarf um sich aus der Masse deutlich herauszuheben.

09.10.2003
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