Black Listed Friday
Die 6+6+6 der Woche
Special
D–A–D galoppieren durch weite Teile des „Black Listed Friday“ NR. 25. Die „6+6+6 der Woche“ ehren den Cowpunk als solchen und die Band der Gebrüder Binzer im Speziellen. Die endlosen Weiten zwischen Nord- und Ostsee durchreitet es sich schließlich immer noch am besten zu „Ridin‘ With Sue“, „Marlboro Man“ und „Counting The Cattle“. Frisur im Wind.
„Ich will nicht mein Haare schnitzen!“
D–A–D Nr. 1: Die 6 besten Gitarrensoli bzw. –Solos in „It’s After Dark“
1. Das von 1998 (zu hören auf „Psychopatico“/1998, 150 Sekunden, jeweils gezählt inklusive Songende mit Band): Elegant fließend und dennoch wild-emotional – es ist Jacob Binzers bestes und verdient einen Heiratsantrag.
2. Das von 1995 (zu hören auf „Good Clean Family Entertainment You Can Trust“/1995, 110 Sekunden): Dem von 1998 fast ebenbürtig, im Mittelteil vielleicht etwas ruppiger.
3. Das von 2024 (zu hören auf „Live From The Arena“/2025, 130 Sekunden): Im Ansatz wie immer glitzernd-souverän, aber im Mittelteil etwas schlingernd, bevor am Ende über die Ziellinie geschossen wird.
4. Das von 2006 (zu hören auf „Forty Love – Greatest Hits“/2024, ca. 122 Sekunden): Nicht verkehrt, vielleicht einen Hauch schrill und im Kern vergleichsweise knapp gehalten.
5. Das zweite von 1986 (ansatzweise zu hören in der Video Version“ auf „The Early Years“/2000, 42 Sekunden): Die Gitarre ergänzt die Tasten vorsichtig, aber bestimmt in den letzten Sekunden und man erahnt schon, wer ab jetzt das Potenzial des Songs bergen wird.
6. Das erste von 1986 (erst als Möglichkeit am Horizont zu erahnen auf „Call Of The Wild“/1986, 0 Sekunden): Das Keyboard übernimmt sich mit der Melodie. Vergleichsweise.
D–A–D Nr. 2: Die 6 notwendigen Instrumente von Stig „one track mind and a two stringed bass“ Pedersen
1. Der Oliven-Bass
2. Der Raketen-Bass
3. Der iPhone-Bass
4. Der Schädel-Bass
5. Der Eisernes-Kreuz-Bass
6. Der Rennauto-Bass
Die 6 Songs, die wir in diesem Zusammenhang aus Kuhlanz ergänzend würdigen
1. MELVINS – „Cow“ („Bullhead“/1991): Tja. MELVINS. They rule.
2. BRONX BOYS – „Kuhmörder“ („Mutterficker – Fick deine Mutter“/1995): Einige regelrecht heftige Typen aus Hamburg covern BODY COUNT mit einer Version für Erwachsene.
3. LED ZEPPELIN– „Moby Dick“ („II“/1969): Voll auf die Glocke.
4. RANGE RATS – „Range Rats Theme“ („Range Rats“/1985): Fred & Toody Cole vor DEAD MOON. Interessiert hier keine(n)? Geht es überhaupt um Paarhufer/Wiederkäuer? Das Plattencover allein ist das beste der Western-Welt.
5. PANTERA – „Cowboys From Hell“ („Cowboys From Hell“/1990): Vier Jungs aus Texas verraten zwar die Ideale des Hair Metal, aber EXHORDER zu kopieren ist mit dem Ziel Weltruhm auch eine wilde Idee.
6. BONFIRE – „Rock ’n‘ Roll Cowboy“ („Feels Like Comin‘ Home“/1996 bzw. 2009): In der späteren Version mit deutschem Text fast so deep wie ihre Variante der Nationalhymne.
Anmerkung: Dass die wahren Könige des Cowpunks die sehr mächtigen WALTONS sind, ist natürlich klar. Immerhin war bei denen in der ersten Inkarnation Heiner Ebber am Schlagzeug dabei, der später mit DACKELBLUT und noch später als Jacques Palminger mit Studio Braun bekanntlich internationaler Superstar werden sollte.
