EMP
4 Decades Of Passion Teil 3
Special
Wenn das Leben von Menschen überschattet wird…
Ein Tag der die Welt verändert
Michael sitzt mit seiner Mitbewohnerin Anna vor dem Fernseher und befindet sich in einer Art Schockstarre. Er ist unfähig den Blick vom Bildschirm abzuwenden. Vor gut drei Stunden war Anna von der Uni nach Hause gekommen und hatte die Tür mit einem lauten Krachen ins Schloss fallen lassen.
„Micha, mach den Fernseher an“, hatte sie ihn grußlos und mit gehetztem Unterton gebeten, während er gerade dabei gewesen war, den Parkettboden im gemeinsamen Wohnbereich zu wischen. Anna und Michael wohnten erst ein gutes halbes Jahr zusammen in der WG, aber sie hatten sich von Anfang an gut verstanden und waren schnell Freunde geworden.
Seit dem Augenblick, als Michael die Flimmerkiste eingeschaltet hatte, saßen die beiden davor und hatten alles um sich herum vergessen. Heute war der 11. September 2001. Um 8:46 Ortszeit war eine Maschine der American Airlines im Hauptturm des World Trade Center in New York City eingeschlagen. Eine knappe Viertelstunde danach raste ein zweites Flugzeug in den anderen Turm des Zwillingsgebäudes. An diesem Tag verloren 2996 Menschen ihr Leben. Diese Zahl erhöhte sich in der Folge aber noch erheblich, denn die Ereignisse lösten eine Kettenreaktion aus, die noch heute nachwirkt.
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Ein neues Millenium
Das neue Jahrtausend war indes ohne eine globale Krise, ausgelöst vom berüchtigten Y2K-Bug, gestartet. Als die 90er sich ihrem Ende näherten, skizzierten Experten ein Szenario, in dem Computersysteme weltweit abstürzen könnten. Die Angst lag darin, dass die Systeme auf das Jahr 1900 zurückgesetzt werden würden.
Besorgniserregende Folgen wurden prognostiziert und man befürchtete neben Stromausfällen und wirtschaftlichen Schäden sogar eine Fehlauslösung nuklearer Waffensysteme. Die tatsächlich aufgetretenen Probleme können allerdings schlimmstenfalls als Unannehmlichkeiten abgeheftet werden. In Australien fielen so zum Beispiel in zwei Bundesstaaten die Fahrkartenentwerter und in den USA 150 Spielautomaten aus. Schlimmer traf es einen Mann, der eine Nachforderung seiner KFZ-Steuer für die letzten 100 Jahre in Höhe von 760.000 USD begleichen sollte.
Wenn sich aber das Voranschreiten des Internets in den damals noch frühen Entwicklungsjahren verzögert oder es sogar unterbrochen worden wäre, würde es ein Angebot an Online-Shops, wie wir es heute kennen, vielleicht gar nicht geben. EMP war noch nicht lange im World Wide Web vertreten und wäre von einem Totalausfall durch Y2K unmittelbar betroffen gewesen. Der Webshop wurde 1998 erstmals scharf geschalten und löste sukzessive den beliebten Katalog ab (ohne dass er komplett von der Bildfläche verschwand… noch nicht).
Eine weitreichende und vor allem notwendige Neuausrichtung der Vertriebsstrategie blieb also aus, wenngleich das EMP-Headquarter wieder mit neuen Entwicklungen im eigenen Portfolio jonglieren musste.
Zunächst veröffentlichten heutige Bigplayer im Merch-Bereich, wie zum Beispiel LAMB OF GOD („American Gospel“), NIGHTWISH („Wishmaster“), SOULFLY („Primitive“), LINKIN PARK („Hybrid Theory“) oder NEVERMORE („Dead Heart In A Dead World“) Alben. Gleichzeitig traten auch bewährte Acts wieder in Erscheinung, wobei nicht zuletzt IRON MAIDEN mit der Bruce-Dickinson-Wiederkehr („Brave New World“), ENTOMBED („Uprising“) und MOTÖRHEAD („We Are Motörhead“) beste T-Shirt-Vorlagen lieferten.
Der Einzug in Fantasiewelten
Andere Themen außerhalb des Musik-Spektrums rückten immer mehr in den Vordergrund und zwei filmische Umsetzungen von Buchvorlagen gelten auch 25 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung immer noch zu den wichtigsten Serien, die wahrscheinlich jeder Mensch der einen Fernseher besitzt, mindestens einmal gesehen haben muss.
Peter Jackson wagte sich an die Verfilmung der Roman-Trilogie „Der Herr Der Ringe“ und drehte die Geschichte in seiner Heimat Neuseeland vor einer unbeschreiblichen Kulisse ab. Die Filme waren nicht nur ein kommerzieller Erfolg, denn auch in Fankreisen wurde die visuelle Interpretation mit Begeisterung aufgenommen und die ikonische Umsetzung einzelner Charaktere flirtet noch heute auf allen möglichen Merchandise-Devotionalien mit Runentexten, der elbischen Schrift und der grundsätzlich naturverbundenen Ästhetik aus der Fantasiewelt von J.R.R. Tolkien.
Anfangs konkurrierte das Franchise aus Mittelerde noch mit der Geschichte eines jungen Schülers der „Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei“. Die siebenteilige Buchreihe zu „Harry Potter“ war noch nicht abgeschlossen, als 2001 die Verfilmung der Serie mit dem ersten Teil in die Kinos startete und einen nicht endenden Geldregen für Potters eigentliche Mutter Joanne K. Rowling bedeutete. Mittlerweile findet man weltweit Harry-Potter-Shops und Themenparks, während ein filmischer Ableger dem nächsten folgt und immer wieder neuen Stoff für Stoffe liefert.
Die Zeichen waren also bestimmt in den frühen 2000ern auch in Lingen, dem Hauptsitz von EMP auf „Sturm“ gestellt und selbstverständlich finden sich im Sortiment neben diesen beiden Marken mittlerweile auch Artikel aus anderen Film- und Fantasy-Universen. Aber die Stunde, als „Der Herr Der Ringe – Die Gefährten“ und „Harry Potter und der Stein der Weisen“ in den Kinos anlief, war vielleicht eine der wegweisendsten im Bereich des Merchandise-Verkaufs (und wer bekommt bei den zwei Wörtern Star und Wars eigentlich keine Gänsehaut?).
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Ein gemeinsamer Weg
Eine Band, die fast von Anfang ein fester Bestandteil im EMP-Universum war und das Unternehmen über vierzig Jahre hinweg begleitet hat, ist die Frankfurter Teutonic-Thrash-Ikone TANKARD. Wer liebt nicht das Alien, das wie eine Mischung aus Yoda und Gremlin wirkt und uns von unzähligen Artworks mit seinem degenerierten Gesichtsausdruck angrinst?
Alleine „The Meaning Of Life“, „Alien“ und „Hair Of The Dog“ gehen mit Bildern für die Ewigkeit einher. TANKARD haben sich in all den Jahren aber nicht nur auf ein einziges Maskottchen konzentriert: Die Artworks zu „Fat, Ugly & Live“, „The Morning After“ und „Chemical Invasion“ machten sich ebenso gut auf einem T-Shirt, wie die frühen Comic-Entwürfe, die wir von den berühmten „Fuck Christmas“- oder „Freibier Für Alle, Sonst Gibt’s Krawalle“-Shirts kennen.
In einem launigen Gespräch, erzählt Andreas „Gerre“ Geremia, wie sich die Artworkgestaltung nach dem Debüt-Album „Zombie Attack“ entwickelt hat: „Ab der zweiten Platte hatte Buffo ja glücklicherweise Sebastian Krüger kontaktiert, der zum Beispiel auch die „Mad Butcher“ (DESTRUCTION) und irgendwas von RISK gemacht hat. Das Cover zu „Zombie Attack“ hatte allerdings noch die Plattenfirma beigesteuert. Aber den Durchbruch haben wir nicht nur wegen des Covers von „Chemical Invasion“ geschafft, auch wenn es natürlich ein Stück weit dazu beigetragen hat“.
Die zwei Gesichter einer Band
Und auch wenn TANKARD schon mit dem zweiten Album nicht nur spaßige Texte einsetzte, sei der Comic-Style auch eine Art Trademark der Band geworden. Gerre schweift dann ungebremst ab und erzählt leidenschaftlich, dass die Lyrics auf „Zombie Attack“ in Teenangerjahren und mittels „fürchterlichem Schulenglisch“ entstanden seien, die musikalische Attitüde aber noch nicht thrashig ausgereift sondern mit Punk-Einflüssen besetzt gewesen sei.
Die älteste Erinnerung an EMP sieht für den Sänger und Eintracht-Frankfurt-Fan so aus: „Ich kann mich erinnern, dass wir mit „Stone Cold Sober“ mal auf dem Titel-Cover (des EMP-Kataloges, Anm. d. Red.) waren, was natürlich eine ungeheuer geile Promotion für die Band war. EMP wurde dann immer größer und gleichzeitig von Mitte bis Ende der 90er war Thrash Metal nicht mehr wirklich angesagt. In dieser Zeit wurde zwar weiterhin Merchandise bei EMP verkauft, aber nur in einem äußerst überschaubaren Rahmen.“
Dass die Band aber immer noch eine enge Verbindung zu EMP pflegt, wurde wieder einmal deutlich, als Felix Lethmate (Gründer von „Exclusive Merandise Products“) kürzlich bei einem TANKARD-Konzert in Lingen vorbeigeschaut und den Musikern das Original-Cover von „Beast Of Bourbon“ überreicht hat.
Gerre erzählt weiter: „Das war wirklich ein riesengroßer Zug von Felix. Er ist ja Kunstsammler und besitzt unglaublich viel Original-Cover-Artwork.“ Gerre ist es ein Anliegen, immer wieder darauf hinzudeuten, dass seine Band kein bloßes Spaßprojekt darstellt und fährt fort: „Dieses Zusammenspiel zwischen EMP, Sebastian Krüger und TANKARD – wir mit unserem Style, trotz seriöser Texte ein Fun-Image zu haben – hat immer gut gepasst und uns als Band natürlich auch weitergebracht.“
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Vom Selbstdruck zum Siebdruck
Auf die Frage, welche Shirt-Entwürfe noch im DIY-Verfahren von der Band selbst auf den Markt gebracht worden sind, bis zum allerersten Artwork, dass im EMP-Katalog landete, hat Gerre keine Antwort. „Woah, da kann ich mich wirklich nicht mehr erinnern. Es müsste wohl „Chemical Invasion“ gewesen sein. Ich glaube, dass kann man auch gar nicht mehr recherchieren. Dafür müsste man sich ja alle Kataloge der letzten 40 Jahre vornehmen.“
Nach kurzem Überlegen setzt er mit „gibt es überhaupt noch Kataloge oder läuft das alles nur noch online?“ nach.
„Aber an unsere ersten Shirts kann ich mich erinnern. Da war so ein spuckender Typ drauf, der ausgesehen hat wie ein Skinhead, dem Krauselhaare aufgemalt worden sind (lacht). Und es gab ein weißes Shirt mit „Zombie Attack“, auf dem man ein Skelett sehen konnte. An diese 1986er Anfangszeiten kann ich mich schon noch gut erinnern. Und weil ich so ein Messie bin, habe ich kistenweise Shirts im Keller. Ich glaube allerdings nicht, dass ich es in diesem Leben noch einmal schaffe, die alle zu sortieren. Die Shirts muss ich wohl dem Fanclub vermachen, das ist ja klar… Oje, jetzt reden wir schon über mein Testament…“
Gerre ist sichtbar verbunden mit seiner Band TANKARD und der Musik, denn jedes offizielle Shirt, das erscheint, das brauche er. „Ich bin dann auch so ein Typ, der sich anstellt und Festival-Shirts kauft, wo wir spielen. Ein paar Bootleg-Shirts und Raritäten habe ich bestimmt.“
Kuriositäten und Liebingsmerch
Wir unterhalten uns über die gute alte Zeit, als TANKARD auf „Stone Cold Sober“ den J.-GEILS-BAND-Klassiker „Centerfold“ coverten und die Konzertsäle auf der anschließenden Tour während des Stücks dem Implodieren nah waren und warum sich die Band bewusst entschieden hat, nicht in die 100 %ige Professionalität zu wechseln und sich damit ein Stück Unabhängigkeit zu bewahren.
Von einem Geschäftsmodell, eine reine Liveband zu betreiben, die nur noch Best-Of-Sets spielt, will Gerre allerdings nichts wissen, auch wenn er eingesteht, dass es wirtschaftlich gesehen nicht unbedingt rentabel ist, neue Musik auf Tonträgern zu veröffentlichen. Mittlerweile würden Bands eben von der Gage nach Konzerten und dem Merchverkauf leben. Das sei die wohl eindringlichste Entwicklung in den letzten 40 Jahren gewesen. „Heute spielst du live um eine Platte zu promoten und früher was es genau umgekehrt.“
Am Ende dieses, nach Nostalgie duftenden Gesprächs, wollen wir es aber noch einmal genau wissen und fragen Gerre nach seinem liebsten, dem abgedrehtesten und dem am häufigsten benutzten Merchartikel in seinem Kleiderschrank.
„Also am häufigsten benutzte ich wirklich Beanies. Auch Zipper trage ich sehr gerne, allerdings ohne Kapuze. Von TANKARD gab es tatsächlich mal Bettwäsche mit „Hair Of The Dog“ drauf, die war sehr geil. Was ich in Mexiko oder Russland an TANKARD-Bootlegs gesehen habe, war teilweise schon sehr skurril. Puzzles mit unseren Covers könnte ich mir auch gut vorstellen. TANKARD-Bier gab es auch schon in kleinen Auflagen.“
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Neue Formate und europaweiter Handel
Schon 1998 ging EMP mit der ersten Ausgabe des Magazins an den Start, das natürlich auch über den Jahrtausendwechsel hinaus produziert wurde und über viele Jahre einen festen Platz als Informationsquelle innerhalb der Metalwelt halten konnte.
Immerhin umfasste das EMP-Magazin streckenweise eine Auflage von knapp einer Million Exemplare und diente nicht alleine als Katalog. Auch journalistisch wurde das Thema Bands und Musiker:innen mittels Interviews und Album-Kritiken aufbereitet und konnte damit einen ernstzunehmenden Marktanteil im Bereich Printmedien einnehmen.
Mittlerweile erscheint das EMP-Magazin nur noch online, denn durch das Konsumverhalten der jüngeren Generationen lässt sich kaum ein Bedarf an physischen Informationsmaterialien feststellen.
Stichwort Digitalisierung: Die EMP Merchandising Handelsgesellschaft mbH ist zum führenden Unternehmen im Bereich E-Commerce für Rock- und Entertainment-Merchandising angeschwollen. Dabei beliefert EMP nicht nur Fans in ganz Europa, sondern hat für insgesamt 17 Länder – darunter Skandinavien, das Vereinigte Königreich und die Schweiz – jeweils einen eigenen Online-Shop eingerichtet. Den Weg vom physischen Vertrieb, bis zur endgültigen Digitalisierung hat das Unternehmen also mit Bravour gemeistert.
Ein Widerhall in unschuldigen Zeiten
Zwischenzeitlich hatte EMP einen weiteren Meilenstein in der eigenen Geschichte erreicht, als das Unternehmen im Jahr 2007 mit einem ECHO für den „Handelspartner des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Zehn Jahre vor dem Eklat rund um den Musikpreis und dem Auftritt der Rapper KOLLEGAH und FARID BANG 2018, war die Welt noch in Ordnung.
Immerhin wurde der Preis von der Deutschen Phono-Akademie verliehen, was in erster Linie auf den musikalischen Ursprung von EMP deutet und weder Chartplatzierungen oder Verkaufszahlen von Tonträgern spiegelt und damit eine Art Verdienstorden für die Leistungen innerhalb der musikkulturellen Gesamtszene bedeutete.
Und was waren das noch für Zeiten, als Yvonne Catterfeld und Oliver Geissen eine TV-Gala moderierten und ein familiäres Unternehmen aus Lingen zum größten Versandhandel für Rockmusik und Merchandising Europas gekürt wurde…
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Dokus, Papierkosten und die Post
Philipp Gunnemann, Content Marketing Manager bei EMP erinnert sich an die Anfangszeit, als das EMP Magazin aus den Startlöchern ins Rennen geschickt wurde:
„Der Grund das wir das Magazin verschickt haben ist, dass du bei der Post einen anderen Preis zahlen musst, als für den Versand eines Warenkatalogs. Das war also schon immer zweigleisig, weil wir als EMP zu diesen endlosen CD-Listen auch noch eine Empfehlung mitgeben wollten, welches Album sich wirklich lohnt. Um aber ein Magazin versenden und Geld sparen zu können, muss man einen bestimmten Anteil an Content mit redaktionellen Inhalten – wie es die Deutsche Post nennt – im Katalog haben.“
Auf die Frage, wie sich der damalige, redaktionelle Inhalt auf das heutige, digitale Format entwickelt hat, erzählt Philipp weiter: „Wir haben festgestellt, dass der Katalog auf das ganze Jahr gesehen, gar nicht mehr den krassen Impact hatte wie in der Anfangsphase. Als ich bei EMP angefangen habe, gab es noch gar keine Marketing-Abteilung und der Katalog wurde zusammen mit unserer Inhouse-Agentur gelayoutet sowie der Druck und Versand organisiert. Befüllt wurde der Katalog allerdings aus Sicht des Einkaufsteams. Gleichzeitig hatten wir eine Webshop-Abteilung, die einmal wöchentlich den Newsletter programmiert hat.“
Philipp formt mit den Händen eine Entwicklungskurve, die einer Berg- und Talfahrt ähnelt und beschreibt damit die Relevanz des früheren Katalogs, der immer nur dann einen Peak erreicht hat, wenn er jeweils, vierteljährlich herausgegeben wurde und damit aus unternehmerischer Sicht immer uninteressanter wurde.
„Dann kam nach Corona diese Phase wo Druck- und Papierkosten extrem angestiegen sind“, fährt Gunnemann fort. „Schweren Herzens haben wir uns dann entschieden, damit aufzuhören.“ Die Entscheidung sei insbesondere deshalb nicht leicht gewesen, weil natürlich auch allen Mitarbeitenden von EMP bewusst gewesen ist, dass der Katalog und das Magazin stets eine direkte Verbindung zwischen der Szene und dem Unternehmen hergestellt haben.
„Damit ist uns dieses große Medium mit Inhalten aber verloren gegangen. Und dafür brauchten wir einen Ersatz, weil EMP eben nicht nur für Merch stehen möchte, sondern ebenfalls für die Szene. Und als Fans, die wir ja selber sind, wollen wir auch gerne darüber sprechen, was wir gut finden. Also wollten wir das, was wir bisher im Katalog gemacht haben, irgendwie im Onlineshop einbinden.“
Philipp ist stolz auf die Entwicklung der redaktionellen Arbeit und das dafür verantwortliche Team. Augenzwinkernd erwähnt er, dass er in seiner Anfangszeit nicht damit gerechnet hätte, dass EMP einmal eine „Galileo-artige Kurzdoku über IRON MAIDEN in Gelsenkirchen“ produzieren würde.
Im vierten und letzten Teil der „4 Decades Of Passion“ beschäftigen wir uns mit der Zeit von 2010 bis heute und folgen den Schlagwörtern „Relaunch“, „Reboot“ und „Re-Release“.
