Nunslaughter
Metal is death - death is metal!
Interview
Die Könige der Release-Schnellfeuerwaffen von NUNSLAUGHTER haben kürzlich „Satanic Chaos Legions“ veröffentlicht, bei dem sie mutig weiter einen neuen Pfad des Wohlklangs beschreiten. Die Band ist unter anderem für ihren räudigen Sound und unzählige Demo-, Spilt- und Live-Veröffentlichungen bekannt.
Wir haben mit Sänger Don gesprochen, der auf angenehme Weise nicht ins Schwallen gerät und schon gar nicht wie ein Pfau herumstolziert, sondern direkte und klare Antworten gibt.
Hallo Don. Herzlichen Glückwunsch zur Veröffentlichung eures sechsten Albums „Satanic Chaos Legions“, das direkt den zweiten Platz bei unserem monatlichen Soundcheck gemacht hat.
Vielen Dank! Wir freuen uns sehr über das Album und das wir beim Soundcheck auf dem zweiten Platz gelandet sind.
Ihr seid bekannt für eure punkige DIY-Attitüde. Seht ihr solche Ergebnisse dann überhaupt als Erfolg?
Das ist eigentlich völliges Neuland für uns, weil wir nicht allzu oft auf Listen auftauchen. Aber es ist großartig und es sollten noch mehr Leute NUNSLAUGHTER hören, was besonders nach der Veröffentlichung hoffentlich passieren wird.
In Sachen Sound und Produktion folgt ihr mit „Satanic Chaos Legion“ nahtlos dem Vorgänger „Red Is The Color Of Ripping Death„. Wird sich das auf den kommenden Alben noch weiter entwickeln?
Tatsächlich haben viele Menschen die Soundqualtität auf dem Album erwähnt. Das liegt in erster Linie an unserem Gitarristen. Ihm gehören die Mercenery Studios in Cleveland, Ohio. Er hat die letzten NUNSLAUGHTER-Alben aufgenommen und ich glaube das ist ein weiterer Schritt, um den wahren NUNSLAUGHTER-Sound zu erreichen. Er hat den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen und ich bin froh, dass so viele Leute die Produktion auf dem Album mögen.
Machst du dir keine Sorgen, dass die Band-DNA vielleicht verloren geht, wenn der Sound immer „sauberer“ und „moderner“ wird?
Da wir ja alles weiterhin selber machen, glaube ich nicht, dass das jemals passieren wird. Ich achte sehr stark darauf, wie NUNSLAUGHTER klingen sollten, genauso wie Tormentor, der für die Produktion, das Mixing und Mastering verantwortlich ist. Ich denke, wenn sowas nicht in den ersten vier Jahren passiert, passiert es in den nächsten ein oder zwei Jahren auch nicht.
„Satanic Chaos Legions“ ist noch genauso blasphemisch wie NUNSLAUGHTER es vor fast 40 Jahren schon waren. Wieviel von Don Of The Dead als Privatperson steckt in den Lyrics? Songs wie „Jesus Fucking Dies“ oder „Listen To The Lies“ sind so ehrlich und leidenschaftlich, dass ich dir jedes Wort sofort glaube…
Für mich basieren die Texte auf teilweise auf Fantasie und teilweise auf Geschichten, die ich gerne erzählt haben möchte. Aber davon abgesehen, kommt alles von Herzen und es geht für mich um Metal. Ich freue mich, dass du die Boshaftigkeit und Gehässigkeit speziell gegen das Christentum raushörst.
Die Spielzeit der Platte liegt gerade mal bei etwas mehr als 30 Minuten und die Songs sind böse und schnell. 1986 kam mal ein gewisses Album namens „Reign In Blood“ raus. Würdest du sagen, SLAYER hatten den größten Einfluss auf eure Musik oder gibt es weitere Bands, die du in diesem Zusammenhang nennen möchtest?
Die meisten meiner Lieblings-Metal-Platten, speziell im Death Metal, dauern alle etwa 30 Minuten. Ich glaube, wenn Bands versuchen etwas zu erschaffen, das wesentlich länger ist, dann hat das ein bisschen mit Arroganz zu tun. Wir bevorzugen es kurz und schnell. Wenn es um das Songwriting geht, hatten SLAYER immer einen großen Einfluss auf alles, was NUNSLAUGHTER je gemacht haben. Ich weiß aber nicht, ob das unmittelbar auf dieser Platte durchschlägt. Zu unseren früheren Einflüssen gehören VENOM und HELLHAMMER.
Bitte beschreibe „Satanic Chaos Legions“ mit drei Schlagwörtern.
Die drei Wörter, die mir in den Sinn kommen sind: Boshaft, gehässig und kompromisslos.
Kennt ihr alle Bands, mit denen ihr Split-Singles veröffentlich persönlich? Oder können sich Newcomer-Bands, zum Beispiel aus Europa auch bei euch melden, um gemeinsame Sache zu machen?
In den letzten Jahren haben wir ein bisschen Abstand davon genommen, so viele Split-7-Inches und -LPs zu veröffentlichen, was an der begrenzten Zeit liegt, die wir haben. Wenn es Bands da draußen gibt, die eine Split mit NUNSLAUGHTER machen wollen, würden wir definitiv versuchen es zu realisieren. Nur ist die Chance in den nächsten ein oder zwei Jahren sehr dünn, weil unser Zeitplan aktuell so vollgestopft und chaotisch ist.
Wenn ihr euch entscheiden müsstet, nie wieder live zu spielen oder nie wieder neue Musik aufzunehmen… Wie würde es ausgehen?
Zumindest für mich wäre es schlimmer, nie wieder Musik aufnehmen zu können. Etwas an diesem kreativen Prozess, wenn man im Studio ist und etwas zu erschaffen, was noch niemand anderes gehört hat, ist sehr interessant für mich. Obwohl ich denke, dass wir eine sehr gute Liveband sind, würde ich es dennoch am meisten vermissen, nicht mehr im Studio zu sein.
Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Die letzten Worte gehören natürlich dir.
Vielen Dank für das Interview. Ich glaube ich muss mit den unsterblichen Worten von Jim Sayers enden, der gesagt hat: Metal is death. Death is metal. NUNSLAUGHTER. Death Metal.
