Konkhra
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Interview

Die dänischen Death-Thrasher KONKHRA haben mit ihrem neuen Album "Nothing Is Sacred" nach ungefähr sechs Jahren Abstinenz ein schickes Werk auf das Parkett gezaubert, dass sich durchaus hören lassen kann. Darum haben wir auch prompt die Möglichkeit genutzt, Schlagzeuger Mads Lauridsen ein paar Fragen zu den letzten Jahren und zum neuen Album zu stellen.

Hallo Mads! Es hat fast sechs Jahre gedauert, bis euer neues Album „Nothing Is Sacred“ veröffentlicht wurde. Warum hat es so lange gedauert?

Ich kam 2006 zu KONKHRA und soweit ich weiß, hatte die Band sich vorher entschlossen, aus persönlichen Gründen eine Pause einzulegen.

Habt ihr das Album nur aufgrund des diesen Jahres anstehenden 20-jährigen Bandjubiläums veröffentlicht?

Nein, es war auch für mich eine ziemliche Überraschung. Wir hatten geplant, das Album etwas früher zu veröffentlichen. Aber aufgrund ‚technischer Schwierigkeiten‘, wie beispielsweise unter Anderem einem Festplattencrash, verspätete es sich. Als wir feststellten, dass die Veröffentlichung mit dem Jubiläum zusammenfallen würde, dachten wir, dass es eine tolle Sache wäre und fügten die ersten beiden Demos als einen kleinen Bonus hinzu.

Was habt ihr denn in der Zwischenzeit gemacht? Ich meine, sechs Jahre sind eine Menge Zeit und zumindest ich habe in der Zeit nichts von KONKHRA mitbekommen.

Nun, wie du schon weißt, waren die Leute mit ihrem eigenen Leben beschäftigt. Aber soweit ich weiß, war es eine Mischung aus Beidem, aus musikalischen und persönlichen Dingen.

Eure letzte Veröffentlichung „Reality Check“ war wirklich ein großartiges Album mit einer Menge Groove, Atmosphäre, Mid-Tempo und Aggression. „Nothing Is Sacred“ ist da eher der Typ eines nach vorne treibenden, eines eher modernen Albums, mit einem modernen Klang und unglücklicherweise einem Verlust von Atmosphäre. Wie kam es zu diesem Wechsel? Gab es sogar ein paar Besetzungswechsel, die ihn verursacht haben könnten?

Beim neuen Album ging es darum auszuprobieren, zu erforschen und die Grenzen unserer musikalischen Möglichkeiten voranzutreiben, aber trotzdem dabei die ‚alten‘ KONKHRA mit den ’neuen‘ zu verknüpfen.
Es gab ein paar Besetzungswechsel. Johnny (Schlagzeug; Anm. d. Verf.) und Kim (Gitarre; Anm. d. Verf.) stiegen aus, dafür sind Michael (Gitarre; Anm. d. Verf.) und ich jetzt dabei.
Die Klangveränderung beruht hauptsächlich auf dem Verlangen, schneller und mehr nach vorne zu spielen, aber natürlich auch auf dem anderen, unterschiedlichen musikalischen Hintergrund, den Michael und ich haben.

Was sind momentan eure musikalischen Vorbilder? Euer neues Album klingt zumindest so, als sollten HATESPHERE, VADER, THE HAUNTED und GOREFEST dabei sein.

Nun, an Schlagzeugern bewundere ich Gene Hoglan (DEATH, STRAPPING YOUNG LAD, ZIMMERS HOLE, etc.; Anm. d. Verf.), Pete Sandoval (MORBID ANGEL, TERRORIZER; Anm. d. Verf.), Derek Roddy (NILE, HATE ETERNAL, MALEVOLENT CREATION; Anm. d. Verf.), Rick Gratton (kanadischer Solo-Drummer; Anm. d. Verf.), etc. Die Bands, die ich am Meisten höre, sind MORBID ANGEL, BEHEMOTH, STRAPPING YOUNG LAD und SUFFOCATION.

Auf eurer Homepage und eurer MySpace-Seite konnte ich keinerlei Informationen darüber finden, also: Sind sogar Touren oder Konzerte geplant, um „Nothing Is Sacred“ zu bewerben?

Gerade im Moment arbeitet unser Promoter an einer Europa-Tour und wir sind schon die letzten paar Monate durch Dänemark getourt.

Was sind eure zukünftigen Pläne für KONKHRA? Ich hoffe, ihr geht nicht wieder zurück in den Untergrund, erst recht nicht für sechs Jahre. Und: Was steht denn als nächstes an?

Wir arbeiten an neuen Liedern und wir versuchen so präsent als möglich zu sein. Also wirst du hoffentlich keine sechs Jahre mehr auf das nächste Album warten müssen.

Die letzten Worte gehören dir:

Unterstützt den Metal, kauft das Album. Cheers.

11.05.2009
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