Sink The Ship
Immer durchkämpfen

Interview

Kurz vor dem Release einer neuer Platte gibt es einiges zu tun, auch bei SINK THE SHIP. Und so kommt es, dass ich einige Tage vor dem Erscheinen von „Persevere“ Sänger Colton Ulery am Telefon in seinem Auto erwische – zwischen zwei Terminen und mitten im Stau, statt enspannt zu Hause auf dem Sofa. Zwischen Ampelphasen und Einparkaktionen und Funklöchern ist Colton aber bereit, einige Fragen zur neuen Veröffentlichung zu beantworten.

Hallo Colton. Wo steckst du gerade?

Ich sitze gerade im Auto. Wollte längst zu Hause sein, aber hier herrscht gerade ein übelster Stau aufgrund eines Unfalles. Dann müssen wir das Interview so machen.

Kein Problem. Legen wir los. Ich muss zugeben, dass ich SINK THE SHIP bisher nicht kannte, also habe ich euch ganz klassisch gegoogelt. Das Erste, was mir angezeigt wurde, war die Erklärung, was SINK THE SHIP bedeutet. Und zwar sei es eine Technik, um Gras zu konsumieren.

Hahahaha. Sehr gut. Hahaha. Daher haben wir aber nicht den Bandnamen. Damit hat es überhaupt nichts zu tun. Wir haben einfach mit Namen jongliert und überlegt, was cool klingen könnte, und dann ist daraus SINK THE SHIP geworden.

Im Internet werdet ihr außerdem Melodic-Metalcore-Band, aber auch Pop-Punk-Band genannt? Wo siehst du euch am ehesten?

Ich glaube, wir sind eine kommerzielle Hardcore-Band, die manchmal Pop Punk spielt. (lacht) So würde ich das Ganze bezeichnen.

Ihr habt im Jahr 2017 ein ganzes Jahr Pause gemacht, euch komplett zurückgezogen. Was ist in diesem einem Jahr passiert bei euch?

Wir haben uns diese Auszeit gegönnt,weil wir echt mal genügend Zeit haben wollten, um an neuen Sachen zu arbeiten, um für die neue Platte Songs zu schreiben. Wir haben diese Pause gebraucht, um uns zu reseten und auch um zu realisieren, was wir machen wollen und wie wir es machen wollen. Du kannst es fast wie einen Neuanfang sehen.

Magst du mir verraten, was hinter dem Albumtitel „Persevere“ steht? Was bedeutet der Titel persönlich für dich?

Das Wort „Persevere“ bedeutet: Durchhalten. Aber im Speziellen geht es uns hier um die Fähigkeit, schlechte Zeiten zu überstehen und sich durchzukämpfen. Nicht aufzugeben. Das ist mir persönlich auch sehr wichtig: niemals aufzugeben.

Welchen Song magst du am liebsten auf „Persevere“ und warum?

Definitiv „Nail Biter“. Ich mag den Sound. Ein sehr schnell gespielter Song. Mein absoluter Liebling auf der Platte.

Levi Benton hat dich in den Vocals bei „Everything“ unterstützt. Wie lief die Zusammenarbeit mit dem MISS MAY I-Fronter?

Oh, Levi ist toll. Ich werde ihn die nächsten Tage wiedersehen, damit wir seinen Part für das Video von „Everything“ drehen können. Er ist so herrlich entspannt, und es macht echt Spaß, mit ihm zusammen zu arbeiten.

Eure Musik wird beschrieben als besserer Stimmungsaufheller. Besser als jede Chemie, die man kaufen könnte. Was sagst du zu dieser Aussage?

Oh, hahaha. Ja, das stimmt schon. Zumindest hoffen wir, dass wir das damit erreichen können. Wenn es mir schlecht geht, dann ist Musik mein kleines Helferlein. Dann setze ich mich hin und schreibe und damit fühle ich mich besser.

Wie würdest du „Persevere“ denn erklären? Was macht das Album anders als andere?

Ich glaube, dass es speziell ist, weil sich die Menschen aufgrund unserer Songtexte sehr leicht damit verbinden können, sehr leicht einen Zugang zu der Platte finden können. Weil wir alltägliches ansprechen, und sich darin sicherlich der ein oder andere wiederfindet.

Obwohl ihr von Problemen singt, ist das Album dennoch keine schwere Kost.

Ja, wir wollten es leichter verpacken und nehmen uns selbst auch nicht immer so ernst.

Wer sollte euch unbedingt mal live sehen und warum?

Es gibt nicht so viele Menschen, die ich mit meiner Musik beeindrucken möchte, aber ich freue mich immer, wenn Freunde und Familie oder auch die Leute vom Label da sind, um uns zusehen.

Bist du privat auch eher der Hardcore-Typ?

Interessanterweise höre ich privat eher Hip Hop. Ich kann für mich selber nicht die Ganze Zeit das hören, was ich auf der Bühne spiele. Das ist mir zu einseitig und ich habe Angst, dass ich irgendwann kein Bock mehr auf meinen eigenen Sound habe oder anfange Sachen unbewusst für SINK THE SHIP zu kopieren.

Danke. Das wars schon. Hast du noch letzte Sätze?

Oh, in so etwas bin ich immer superschlecht. Aber, wir haben ein neues Album „Persevere“ und freuen uns über jeden, der es sich anhört.

 

Quelle: Sink The Ship / Colton Ulery
28.04.2018

It`s all about the he said, she said bullshit.

Exit mobile version