A Secret Revealed - The Ruin I Summoned Forth

Review

Fünf Jahre nach „When The Day Yearns For Light“ schicken A SECRET REVEALED „The Ruin I Summoned Forth“ hinterher. Das mittlerweile vierte Studioalbum der Würzburger lässt sich stilistisch ebenso schwer einordnen wie seine Vorgänger. Nur so viel ist klar: Die Vorsilbe Post- und die Nachsilbe -Core müssen irgendwo vorkommen. Bei näherer Betrachtung ist der Genremix jedoch recht einleuchtend. Über einem behäbigen Hardcore-Unterbau mit teils herrlich dreckigem Sound erheben sich Post-Black-Riffs, die melodische Leads und ordentlich Atmosphäre beisteuern. Das Ergebnis klingt durch und durch modern, ohne Klischees des Modern Metal oder Metalcore zu erfüllen. Somit eignen sich A SECRET REVEALED bestens für Fans des härteren Post-(Black)-Metals, die einen kleinen Twist vertragen können.

A SECRET REVEALED liefern eine garstige Schwere

„The Ruin I Summoned Forth“ beginnt mit der Singleauskopplung „Disheartened“ und einem Gastauftritt, der die Band noch weiter in ihrem Genre verankert. Nikita Kamprad von DER WEG EINER FREIHEIT ist neben Sänger Michael Heim am Mikro vertreten. Die Rezitation vor dem Einsatz der Instrumentierung erinnert selbst an DER WEG EINER FREIHEIT, die dieses Stilmittel ebenfalls gerne nutzen. Die schwerfällig-schleppende Rhythmus-Sektion und häufigen Tempowechsel zeigen aber deutlich, wo sich A SECRET REVEALED vom klassischen Post-Metal und seinen ausgedehnten Spannungsbögen unterscheiden. Die garstige Schwere nimmt beim Folgetrack „Collapsar“ noch weiter zu. Stücke wie „The Great Dying“ und „The Farewell“ zeigen dagegen den gekonnten Einsatz verschiedenster Stimmungen.

„The Ruin I Summoned Forth“ lässt wieder runterkommen

„Upheaval“ bildet mit seinen vertrackten Momenten auf der einen und seinen mitreißenden Parts auf der anderen Seite das Highlight von „The Ruin I Summoned Forth“. Das darauffolgende „No Mercy For The Wicked“ flacht dagegen etwas ab. Insgesamt hält sich das Album jedoch auf einem sehr hohen Niveau. Die Leadmelodien, die oft in Form zarter, flirrender Post-Gitarren auftreten, dürften ab und an gerne mehr in den Vordergrund treten. Melancholisch und vergleichsweise zahm geht das Album mit „The Farewell“ zu Ende. Die anfängliche Energiegeladenheit ist hier kaum noch vorhanden. A SECRET REVEALED lassen ihre Hörer:innen so wieder runterkommen und ihr Album entspannt, aber schwermütig ausklingen.

09.10.2026

headbanging herbivore with a camera

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