Akem Manah - Threnodies

Review

Das belgische Quartett AKEM MANAH veröffentlicht mit „Threnodies“ sein zweites Studioalbum. Es ist das erste Album nach einer fast zehnjährigen Pause der 2007 gegründeten Band. AKEM MANAH haben sich offiziell dem Doom Metal verschrieben. Der ist auf dem aktuellen Release durchaus zu finden, mehr jedoch entspricht „Threnodies“ dem Dark Metal. Auch dieses Genre passt gut zum Motiv, das die Band gewählt hat. Das Themenalbum erzählt die Geschichte einiger fiktiver Charaktere, die „nach der Wahrheit hinter der Welt suchten, nur um festzustellen, dass ihnen das abgrundtiefe Chaos entgegenstarrte“. Bei Horror-Thema und Songtiteln bedient sich die Band einer Ästhetik, die sicher nicht zufällig an Poe und Lovecraft erinnert.

„Threnodies“ zeigt sich durchwachsen

Das Intro „The Inevitable Fate Of Francis Cobb“ wartet mit Orgel, Piano und diversen Soundeffekten auf und liefert gleich zu Beginn die versprochene Horrorstimmung. Es folgt der knapp neunminütige längste Track des Albums, „The End Of Earnest Hollow“. Das Stück zeigt sich solide, aber unspektakulär, was aufgrund der schieren Dauer an der Geduld zehrt. Zumindest ein gewisses Maß an Abwechslung ist vorhanden.

So lassen die tiefen Growls positiv aufhorchen. Der dominierende Klargesang ist dagegen auch im weiteren Verlauf von „Threnodies“ oft schwach auf der Brust. Ähnliche Qualitätsunterschiede gibt es bei der ab und zu auftauchenden Geige, die mal angenehm und mal schräg auftritt. Mit „The Mystery Of Mosef Mehul“ und „The Burning Of John Briggs“ folgen zwei weitere ganz ordentliche Tracks, danach schwächelt das Album leider gehörig.

AKEM MANAH liefern Klischees statt echter Emotionen

Das Interlude „The Undoing Of An Unknown“ ist gut gemeint und bietet mit „exotischen“ (Zitat Pressetext) Instrumenten einen (fern-)östlichen Vibe. Es ist das einzige Stück, das wirklich heraussticht, strapaziert durch seine fünfeinhalb Minuten Geplänkel aber wieder den Geduldsfaden. Überlängen können ein mächtiges Stilmittel sein, sofern sie, anders als hier, gerechtfertigt sind. So manches Album birgt Strukturen und Details, die man sich erst erschließen muss. Dieses gehört nicht dazu.

Der musikalische Tiefpunkt ist schließlich bei „The Sleep of Eve Saldana“ erreicht. Nicht nur hier ersetzen Kitsch und Klischees echte Emotionen, die AKEM MANAH nicht zu transportieren vermögen. Die Intention dürfte sein, eine mitreißende Balance von Schwere, Schönheit und Melancholie zu erzeugen, wie es beispielsweise SWALLW THE SUN meisterhaft tun. Die Umsetzung dessen gelingt jedoch nicht. Echte Fans des Dark Metal mögen dem Album trotzdem etwas abgewinnen können.

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01.04.2026

headbanging herbivore with a camera

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