Black Spikes - Ydos
Review
BLACK SPIKES kommen aus Litauen und spielen einen Stil, der mit dem ihrer osteuropäischen Kollegen und Kolleginnen vergleichbar ist. Uns erwartet leicht progressiver Modern Metal, der Parallelen zu JINJER und INFECTED RAIN aufweist. Dabei geht die Gruppe atmosphärischer vor und singt in ihrer Landessprache. Das klingt nach einem spannenden Konzept.
BLACK SPIKES – Modern Metal auf Litauisch
In den zehn Songs auf „Ydos“ wechseln sich ruhige Zwischenspiele mit Modern-Metal-Ausbrüchen ab. Die Interludes innerhalb der Songs sind von elektronischen Elementen geprägt und dienen der Atmosphäre, während die Metal-Parts zwischen Melancholie und Aggression hin- und herschwappen.
Ein besonderes Merkmal des Sounds von BLACK SPIKES ist der Gesang von Frontfrau Agni, die mal die sphärisch säuselnde Elfe gibt und im nächsten Moment zu fiesen Screams wechselt.
Durch das Wechselspiel von Aggression und Entspannung sind die Lieder zwar interessant, doch genau das nimmt ihnen auch etwas den Drive. Es gibt immer wieder Momente in Stücken wie „Aurea“ oder „Senas Demonas“, die aufhorchen lassen, aber oft bremst sich „Ydos“ genau dann aus. Hinter den Liedern steht zudem ein ausgeklügeltes textliches Konzept, das an uns vorbeifliegt, weil wir kein Litauisch verstehen.
„Ydos“ – spannendes Konzept mit Luft nach oben
Prinzipiell überzeugt der Sound von BLACK SPIKES, allerdings nicht durchgehend. Die zweite Scheibe der Band aus Litauen ist ein Werk, das mit Sicherheit seine Fans finden wird. Insbesondere Hörer:innen der oben genannten Bands sollten mal lauschen. Für die kommenden Platten müsste die Gruppe jedoch noch etwas mehr an der Schlüssigkeit ihrer Musik arbeiten, um weiter oben mitzuspielen.
Black Spikes - Ydos
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Modern Metal |
| Anzahl Songs | 10 |
| Spieldauer | 40:33 |
| Release | 28.08.2026 |
| Label | Napalm Records |
| Trackliste | 1. Pasaka 2. Motina 3. Melas 4. Mara 5. Zelvar 6. Revana 7. Apatija 8. Aurea 9. Senas Demonas 10. Dulkes |
