Concrete Winds - Nerve Butcherer

Review

Stellt vorsichtshalber mal sicher, dass eure Zähne gut im Maul verankert sind. Denn die CONCRETE WINDS wehen erneut und verwüsten wieder alles, was sich ihnen in den Weg stellt. Das zweite Album des finnischen Zweiers nennt sich „Nerve Butcherer“ und könnte praktisch gar nicht passender betitelt sein. Dieser brutale Death Metal knallt heftig, zackig, dissonant und höchst aggressiv durch die Boxen, während P. J. sich heiser durch die Tracks keift, als ginge es um sein Leben.

KURZ NOTIERT: CONCRETE WINDS schlachten munter weiter

Fürwahr: Diese Intensität hört man gerne vor allem im Grindcore, weshalb sie sich für kurze, einminütige Hassbatzen hervorragend anbietet. Insofern scheint es fast absurd, dass sich ein 26-minütiges Album mit gerade mal zehn Songs fast ein bisschen zu lang und repetitiv anfühlt. Aber CONCRETE WINDS knüppeln eben leider auch nicht kreativ genug, um über den initialen Schock/die initiale Euphorie ob des Klang gewordenen Blutbads hinaus groß zu fesseln.

Allein die pure Abrasivität, die nah am kakophonen Chaos von War Metal kratzende Ästhetik und die konsequente Abneigung gegen alles Melodische, Harmonische sowie sämtliche Formen von simplen Bratriffs machen die Finnen zumindest von einem technischen Standpunkt her interessant. Und sie zeigen mit „Dissolvent Baptism“, dass sie durchaus kompetente Songschreiber sind, wenn sie ihren Songs genug Freilauf lassen. Also: Noch sind sie nicht am Ziel angekommen. Aber sie sind auf dem besten Weg dorthin.

05.12.2021

Redakteur für Prog, Death, Grind, Industrial, Rock und albernen Blödsinn.

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