Crystal Lake - The Weight Of Sound

Review

CRYSTAL LAKE starten mit „The Weigh Of Sound“ ein neues Kapitel – erstmals mit Sänger John Robert C (ehemals THE LAST TEN SECONDS OF LIFE) am Mikro. Schon das Cover zieht Blicke an: ein Skelett-Torso in zartem Rosa, umrankt von Moos, ein baumelndes Auge. Die süßliche Optik täuscht: Das Artwork spiegelt eine bittersüße Stimmung wider, die perfekt zu den düsteren, energiegeladenen Tracks passt. Hier wird die Taktik des Wolfs im Schafspelz angewandt.

CRYSTAL LAKE setzen auf die Macht der Zusammenarbeit

„Everblack“ gibt den Ton an: Mit David Simonich (SIGN OF THE SWARM) im Feature prescht der Song ungestüm nach vorn. Roboterartige Einspieler, diffuse Klangflächen und ein stabiler, eingängiger Refrain machen den Track zu einem wilden, aber fokussierten Auftakt. Das Album lebt von seinen Kollaborationen: Taylor Barber (LEFT TO SUFFER), Myke Terry (VOLUMES), Karl Schubach (ehemals MISERY SIGNALS) und besonders Jesse Leach (KILLSWITCH ENGAGE) liefern spannende Impulse.

Overload trifft auf Fokussierung

Dystopia“ mit Jesse Leach bleibt im Gedächtnis: Blastbeats, fliegende Drums und aggressiv-prasselnde Vocals treiben den Song voran, die düstere Grundstimmung packt sofort. Allerdings bekommt die Hookline zu wenig Raum – die Drums überlagern den Song teils, und der Track kippt vom rasenden Metalcore in eine fast lieblich-verzweifelte Passage. Kurze Momente wie diese zeigen, dass CRYSTAL LAKE manchmal etwas zu viel wollen – Overload statt Fokussierung.

„The Weight Of Sound“ – Zwischen spannenden Dynamiken und Stolpersteinen

Trotz kleiner Stolpersteine beweisen CRYSTAL LAKE, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Das Album überrascht, spielt mit Dynamiken, lässt Features sinnvoll wirken und kombiniert klassische Metalcore-Kraft mit modernen Experimenten. Manche Songs könnten noch luftiger atmen, andere packen sofort.„The Weigh Of Sound“ ist energiegeladen, kreativ und gelegentlich etwas chaotisch – genau das macht den Reiz aus. Metalcore-Fans, die Lust auf eine ordentliche Portion Features, düstere Hooklines und eine neue Stimme an der Front haben, werden hier fündig. Die Scheibe ist wild, nicht perfekt, aber definitiv hörenswert.

16.01.2026

It`s all about the he said, she said bullshit.

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