Crystal Lake - The Sign

Review

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Aus Japan ist man ja allerhand kurioses Zeug gewohnt. Seien es (für unsere Zungen) ausgefallene Lebensmittel, makabere Werbeclips, oder Bands wie BABYMETAL und LADYBABY. Besonders musikalisch hat Japan allerdings einige Perlen zu bieten. Nicht immer sind das Bands wie oben genannte, die ihre ganz eigenen Sparten kreieren. Hin und wieder gibt es nämlich auch Gruppen wie CRYSTAL LAKE, die auf ihrem neuen Album „The Sign“ viele altbewährte Trademarks zu einem homogenen Ganzen mischen.

In diesem Fall werden die Genres Metalcore, Deathcore und Nu Metal bedient. Ja, Metal-Puristen haben hier nichts zu lachen. Brauchen sie auch nicht, denn zu belächeln sind CRYSTAL LAKE definitiv nicht. Dies zeigt bereits das stimmige „Prometheus“, welches nach einem kurzen Intro direkt in die Vollen geht. Ein kräftig polterndes Schlagzeug, sich abwechselnder, in englischer Sprache vorgetragener Kreisch- und Klargesang und viele gute Melodien bestimmen den Anfang des Songs. Im weiteren Verlauf gilt es dem einen oder anderen Breakdown zu lauschen.

Wo „Prometheus“ eher im Metalcore anzusiedeln ist, scheuen sich Songs wie „Dreamcatcher“ nicht davor, dem Nu Metal zu huldigen. Jetzt könnte man sagen, dass die Ära des Nu Metal vorbei ist. Allerdings gelingt es CRYSTAL LAKE in diesem Titel, gelungene Rap-Parts (EMINEM lässt grüßen) mit einem Refrain, welchen man sich in dieser Form auf Dauerschleife anhören kann, zu kombinieren. Ohrwurmpotential en masse.

„Hades“ tritt später ordentlich das Gaspedal durch und wartet mit tiefen Growls und wuchtigen Riffs auf. Auch hier bringen gesprochene bis gerapte Parts eine besonderen Touch in das Soundgefüge des Songs. Man könnte stellenweise fast von Beatdown Hardcore sprechen.

„The Sign“ ist erfrischend anders. CRYSTAL LAKE gelingt es, grundverschiedene Stile zu einem stimmigen Album mit vielen Highlights zu mischen. Wie gesagt: Leute mit Scheuklappen und/oder Puristen sollten eher einen Bogen um „The Sign“ machen. Wer allerdings ausgefallene Musik, beziehungsweise einfach mal „etwas anderes“ hören möchte, der sollte einen Blick auf das neue Album von CRYSTAL LAKE werfen.

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05.11.2015

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