Dust In Mind - HCNO

Review

DUST IN MIND sind schon einige Jahre aktiv und haben bislang im Zwei- bis Dreijahresrhythmus Alben veröffentlicht. Die längste Pause lag bisher zwischen „From Ashes To Flames“ (2018) und „CTRL“ (2021). Das übertreffen die Straßburger, die seit Karrierebeginn bei der darkTunes Music Group unter Vertrag stehen, mit dem neuen Album „HCNO“, das im April erschien. Hat sich das Warten gelohnt?

DUST IN MIND bewegen sich zwischen Metalcore, Gothic Metal und Industrial Metal

Der Stilmix der Band wirkt ansprechend: Industrial-Synths treffen auf Metalcore-Stakkato-Riffs, während im Cleangesang und den ruhigen Passagen ein leichter Gothic-Touch mitschwingt. Dabei werden DUST IN MIND nie zu poppig, sondern verbinden melodische Abschnitte gekonnt mit härteren Passagen. So besitzt „A Faded Star“ eine fette Bridge, die in einem ohrwurmverdächtigen Chorus mündet. Ein ähnliches Muster zeigt auch die Single „Unbreakable“.

Die Produktion von „HCNO“ ist druckvoll und differenziert, sodass das Hörerlebnis nicht getrübt wird. Zwei Dinge könnte man den Franzosen vorwerfen: Zum einen folgen alle neun Songs einem ähnlichen Muster, zum anderen wirken etwas mehr als 30 Minuten Spielzeit für ein Full-Length-Album knapp bemessen. Beide Punkte relativieren sich jedoch teilweise, da die Ähnlichkeit der Songs durch die kurze Spielzeit weniger schnell ermüdet. Außerdem dürfte es Vinyl-Sammler freuen, dass alle Tracks auf eine schwarze Scheibe passen.

Des Weiteren spielen DUST IN MIND ihren Stiefel so tight und routiniert herunter, dass man über zwei oder drei kleinere Schwächen hinwegsehen kann. Insbesondere Fans von US-amerikanischem Metalcore sollten hier einschalten.

„HCNO“ ist für Fans von US-Alternative-Bands

Wer mit THE AMITY AFFLICTION etwas anfangen kann und zugleich WEDNESDAY 13 oder DOPE STARS INC. schätzt, dürfte mit dem Potpourri von DUST IN MIND auf „HCNO“ gut leben können. Man hört, dass das Album kein Schnellschuss ist und ein bis zwei kleine Hits sind ebenfalls dabei. Insgesamt ergibt das ein rundes Gesamtbild.

08.06.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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