Eeriness - A Life Beyond The Shades Of Time

Review

Allzu lange dauert das Vergnügen der Schweizer EERINESS nicht gerade. Nur knappe 40 Minuten ballert die Band die Mischung aus klassischen Heavy- und Gothicmetal dem Hörer ins Ohr. Neun Songs, teils sehr kompositorisch und auf Groove ausgelegt mit starken Anleihen an Bands wie CREMATORY & Co., nur mit einem durchweg seichteren und druckloseren aber dennoch melodischen Gesang. Klassische weibliche Gesangeinlagen und eine ständige Keyboardfront lassen das Album stimmungstechnisch sehr geheimnisvoll wirken. Die Gitarren wechseln sich ab zwischen kraftvollem Geschrubbe und schnellen Stakkato Riffs. EERINESS´s neues Album, welches auf den Namen „A Life beyond the shades of time“ hört, wurde wirklich professionell produziert, weshalb man hier auch keine Abstriche machen kann. Soweit so gut, wären da nicht die schon tausend Mal gehörten Gothicmetalstandards. Wirklich überzeugend Neues bringen EERINESS nicht unters Volk. Das Keyboard leiert eher fade Klänge und versucht nicht mit neuen Klängen mitzuhalten. Man hält sich mehr an die typische Grundeinstellung eines 0815-Tschibo Keyboards und experimentiert sehr wenig rum. Bei der heutigen Synthietechnik erwarte ich mir ehrlich gesagt etwas mehr. Die Songs wirken alle homogen und unausgereift. Man erhofft sich nach den ersten Songs eine Steigerung, welche aber leider ausbleibt. Die blitzsaubere Arbeit, die die Musiker hier vorbringen kann sich sehen lassen, daran besteht kein Zweifel, wenn man aber „A Life beyond the shades“ hinsichtlich auf Originalität betrachtet, kann hier beim besten Willen nicht von einer Empfehlung gesprochen werden. Der ausschlaggebende Charakter fehlt einfach und nach mehreren Durchgängen wird´s ziemlich langweilig. Der erwartete Höhepunkt bleibt aus. Schade eigentlich, den bei solch guten Musikern wär mit etwas mehr Ideenreichtum sicherlich mehr drin gewesen. Kein totaler Reinfall aber ein klares Ja für ein unter dem Durchschnitt liegendes Album.

01.12.2003
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