Final Plague - Downwards
Review
Vor drei Jahren veröffentlichten FINAL PLAGUE mit „Blood“ eine EP, die Potenzial zeigte und die Vorfreude auf ein Debüt schürte. Nun ist es endlich da – ob dafür eher „Gut Ding will Weile haben!“ oder „Im Alter braucht man etwas länger.“ als Floskel passt, darf die Band selbst entscheiden. Nachdem wir uns mit diesem Satz wohl Hausverbot für die kommenden „Death Metal Scourge“-Konzerte eingehandelt haben, können wir unbelastet an „Downwards“ herangehen.
FINAL PLAGUE brauchen kein langes Intro
Wie im Old-School-Death-Metal üblich, steigt „Downwards“ ohne Intro direkt ins Massaker ein. „Zombie Farm“ ist ein unerbittlicher Brecher, der einem sofort den Rücken geradebiegt. Dank Double-Bass-Attacken, filigranem Gitarrenspiel, einem Bass-Solo und den charakteristischen Vocals von Chris Voltermann fühlt man sich direkt zuhause.
Wer die Konzerte der Bremer Band besucht hat, weiß, dass es selten Zeit zum Durchatmen gibt. Das ist auch die Devise des Albums, und „Sadistic Sanity“ holzt in dreieinhalb Minuten den kompletten Bürgerpark ab. Ein klassisches „Ich brüll den Songnamen ins Mikro“-Intro gehört offenbar zu jeder Todesblei-Band, und „Imposed Extinction“ bietet darüber hinaus einen wahnsinnig hohen Drive. Der Song zählt ebenfalls zu den Stücken, von denen wir uns bereits live überzeugen konnten – und auf Platte funktioniert er genauso gut.
„Purified“ setzt die HM2-Gitarren besonders gelungen in Szene: Fette Leads bleiben im Kopf, während fiese hohe Töne eine unheilige Stimmung erzeugen. „Smothered Emptiness“ verbindet tödlichen Groove mit Doom-Anleihen – obwohl das Stück nur zweieinhalb Minuten dauert.
„Downwards“ geht qualitativ nicht abwärts
Bis zum Titeltrack halten FINAL PLAGUE Spannung und Tempo hoch und liefern einen Kracher nach dem anderen ab. Kein Stück fällt ab, dafür gibt es mehrere, die man ab sofort live einfordert. Wirkte die EP noch etwas generisch, machen die Bremer Elchtod-Debütanten hier gleich mehrere Schritte in Richtung Eigenständigkeit.
Final Plague - Downwards
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Death Metal, Stockholm Death Metal |
| Anzahl Songs | 10 |
| Spieldauer | 34:38 |
| Release | 26.06.2026 |
| Label | Eigenproduktion |
| Trackliste | 1. Zombie Farm 2. Sadistic Sanity 3. Imposed Extinction 4. The Unseen 5. Purified 6. Smothered Emptiness 7. Scorn 8. Sick Muse 9. Spinning Maze 10. Downwards |
