Five Finger Death Punch - Legacy

Review

Zyniker:innen denken bei einem Albumtitel wie „Legacy“ vielleicht daran, dass FFDP das Metal-Universum verlassen oder schon verlassen haben. Letztlich spricht die Band aus Las Vegas aber von ihrem musikalischen Vermächtnis zum 20. Geburtstag.

FIVE FINGER DEATH PUNCH feiern sich selbst

Wir greifen jetzt mal ganz tief in die Trickkiste und stellen uns die Frage, wieso es diese Band überhaupt auf (jetzt) zehn Studioalben gebracht hat. Denn einerseits klingen FFDP halt wie FFDP, andererseits ist alleine das ewig gestrige Geschwurbel über Heimat und Waffen ein Abturner. Eine stabile Fangemeinde kann man der Band dennoch nicht absprechen und wenn man sich objektiv mit den Songs beschäftigt, dann lassen sich auch immer wieder ein paar gut gemachte Stücke finden.

Dazu gehören weniger das der Titeltrack oder die Proleten-Ballade „In Time“. Besser gelungen sind beispielsweise „Scapegoat“ oder das an diverse METALLICA-Interpretationen anbiedernde „Shelter“.

„Legacy“ erzählt die Bandgeschichte noch einmal nach.

Insofern entwickelt die Platte sich doch bald zu einer Rundum-Werkschau, für die sich FIVE FINGER DEATH PUNCH wenigstens die Mühe gemacht und neue Songs geschrieben haben, statt ein weiteres Best-Of-Album zu veröffentlichen. Der Sound ist natürlich extrem wertig und kraftvoll – alles andere stünde für FIVE-FINGER-DEATH-PUNCH-Verhältnisse auch nicht zur Diskussion.

Wer etwas mit bedingungslosem, breitbeinig angelegtem US-Metal anfangen kann und obendrein einer glattpolierten, getriggerten Oberfläche noch etwas abgewinnt, darf in jedem Fall die Ohren aufsperren, während „Legacy“ auf dem Plattenteller kreist.

11.08.2026

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