Frozen Crown - The Legend Of The Six Kings
Review
Zwei Jahre nach „War Hearts“ melden sich FROZEN CROWN zurück und haben ihr sechstes Album „The Legend Of The Six Kings“ mitgebracht. Viel dreht sich dabei um Zahlen: Es ist das erste Album mit der neuen Gitarristin Alexandra Lioness, die Fabiola „Sheena“ Bellomo beerbt und das zweite Album mit drei Gitarrist:innen. Ob sich der Titel auf die sechs Mitglieder bezieht und „The Legend Of The Three Kings And Three Queens“ einfach zu lang war, bleibt Spekulation.
FROZEN CROWN erzählen Legenden
Dass Power-Metal-Bands oft im Reich der Fantasie unterwegs sind, ist nichts Neues. Auch FROZEN CROWN bedienen sich großzügig an der Lore von „Der Herr der Ringe“ und eifern ihren großen Vorbildern BLIND GUARDIAN hinterher. Mit drei wirklich fähigen Leuten an den Gitarren und einer ausdrucksstarken Sängerin haben sie bereits einiges auf der Habenseite, ohne überhaupt einen Song geschrieben zu haben. Doch auch ihre bisherigen Kompositionen überzeugten und lieferten reihenweise Banger und Ohrwürmer.
Diese finden sich auch auf „The Legend Of The Six Kings“, das seine Stärken insbesondere bei den schnellen Liedern ausspielt. Der Opener „Lightning In The Sky“ bleibt ebenso schnell im Kopf wie die Single „The One“, deren Refrain man noch tagelang mitsummt. Dezente orchestrale Elemente im Hintergrund verleihen den Liedern zusätzliche Wucht.
Endlich wieder Growls
Neues Terrain betreten die Italiener mit dem GOO GOO DOLLS-Cover „Iris“. Der Song dürfte manchen aus dem Film „City Of Angels“ bekannt sein. Hier liefert Giada „Jade“ Etro stimmlich richtig ab, während Gitarrist Federico Mondelli für ein paar männliche Farbtupfer sorgt. Die Band pimpt den Song zu einem astreinen Epic-Power-Metal-Track auf, der zwischen epischen, fast poppigen Momenten und rasender Double-Bass-Drum hin und her pendelt. Das klingt wie eine kleine Metal-Oper.
Auf „Winter Hearts“ bekommen wir erstmals seit dem Album „Winterbane“ endlich wieder ein paar Growls geboten, die ebenfalls auf das Konto von Bandkopf Mondelli gehen. Darauf haben wir lange gewartet und werden nicht enttäuscht. Die schnelle Nummer macht richtig Spaß und klingt wie ein Italo-Power-Metal-Track aus den 00er-Jahren.
Bis zum Ende macht „The Legend Of The Six Kings“ richtig Spaß und setzt dem Ganzen mit dem Titelsong die Krone auf. Es ist kein Jahrhundertwerk und einige Songs entfalten ihr Potenzial mit Sicherheit erst im Laufe der Zeit. Doch FROZEN CROWN kennen derzeit nur eine Marschrichtung: nach oben!
„The Legend Of The Six Kings“ ist der nächste logische Schritt
FROZEN CROWN agieren auf ihrem sechsten Album wieder diverser als zuletzt und halten ihr hohes Niveau. Musikalisch wie gesanglich macht die Gruppe vieles richtig und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie mit ihrem ersten richtigen Meisterwerk um die Ecke kommt. Bis dahin setzt sie ihre Tradition sehr guter Power-Metal-Alben nahtlos fort.
Frozen Crown - The Legend Of The Six Kings
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Heavy Metal, Power Metal |
| Anzahl Songs | 10 |
| Spieldauer | 36:07 |
| Release | 02.10.2026 |
| Label | Napalm Records |
| Trackliste | 1. Lightning In The Sky 2. Who Wants To Burn In Heaven 3. Reborn 4. The One 5. Iris 6. Winter Hearts 7. River Of Time 8. Through The Fire 9. To The Stars 10. The Legend Of The Six Kings |
