Kadinja - Ascendancy

Review

KURZ NOTIERT

„Täglich grüßt das Murmeltier“, möchte man meinen, denn zeitgleich mit dem neuen GHOST IRIS-Album „Blind World“ hauen auch die Franzosen KADINJA ihr Full-Length-Debüt „Ascendancy“ heraus. Und das lässt sich analog zu „Blind World“ als Mix aus Metalcore und Djent beschreiben, dessen Songwriting-Fokus auf dem „-core“-Anteil liegt. Ebenfalls analog zu „Blind World“ leidet auch „Ascendancy“ unter ähnlichen Symptomen. Der Teufel liegt hier wie so oft im Detail.

KADINJA klingen insgesamt wilder und frickeliger, kommen also dem PERIPHERY-Sound nahe. Die Riffs sind auf einem irrsinnigen Niveau gezockt, doch auch wenn sie im Gegensatz zu „Blind World“ deutlich besser in Szene gesetzt und in die Songs integriert sind, folgen die Tracks von „Ascendancy“ dennoch einem recht vorhersehbaren Schema. Ein Hit kristallisiert sich nicht heraus. Und denkt man sich die Riffs mal weg, dann bleibt ein konventionelles Metalcore-Album zurück. Die Riffs überladen die Songs eher, anstatt sie zu bereichern. Und die Produktion klingt auch eher klinisch. Sie ist definitiv gitarrenorientiert, auch der Gesang ist schön herausgearbeitet. Der Rest der Instrumente… existiert einfach.

Abgesehen von herunterklappenden Kinnladen angesichts des spielerischen Niveaus bleibt folglich nicht viel von „Ascendancy“ hängen.

05.03.2017

Redakteur für Prog, Death, Grind, Industrial, Rock und albernen Blödsinn.

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