Lofft - Lofft EP

Review

Die Hamburger Band LOFFT als reine Rockband zu bezeichnen, kategorisiert den Stil der Truppe im Großen und Ganzen zwar, allerdings kann man die Aussage der Band voll und ganz nachvollziehen, dass sich sowohl Alternative-Freaks, Rocker als auch Metalheads gut mit dem Stil anfreunden können. Denn LOFFT machen keinen seichten Radio-Rock wie z.B. BON JOVI oder NICKELBACK, sondern eher die brachiale und kraftvolle Variante, die schon fast in den Metal-Sektor abdriftet. DISTURBED sind sicherlich ein Einfluss der Combo. So können die drei Nummern auf dem selbst betitelten Debüt der Nordmänner vor allem durch Eigenständigkeit, Abwechslungsreichtum und Power überzeugen. Der Opener „Bitterness Of Life“ zeigt jedenfalls, dass die Jungs keineswegs weichgespült sind. Hier regieren fette Gitarren, donnernde Rhythmuselemente und ein facettenreicher Gesang. Der Refrain hat es ebenfalls in sich und animiert sofort zum mitgrölen. Das folgende „Never Satisfied“ driftet hingegen etwas in die Melodic-Punk-Ecke ab und erinnert an sehr erfolgreiche Punk-Bands zu Beginn des neuen Jahrtausends. Allerdings gehen LOFFT auch hier ihren eigenen Weg und setzen erfolgreich ihre Duftmarken. Das abschließende „Blood Is Sicker Than Water“ kann ebenfalls überzeugen. Das Stück lebt vor allem von seiner Gitarrenarbeit, die vom Duo Heiko Höhn und Jan Bruns erstklassig dargeboten wird. Jedoch muss auch hier das Gesamtpaket der Musiker erwähnt werden, die eine super Symbiose aller Elemente erstellen. Auch der Sound bei allen drei Stücken ist verdammt fett. Hier wurde gewiss viel Zeit und Geduld eingebracht, denn halbgar hört sich der Sound nicht an. LOFFT haben mit ihrer aktuellen EP eine beachtenswerte Leistung erbracht, die jedem, der Rock in all seinen Formen und Farben mag, gefallen wird. Hoffentlich wird das Album genauso gut.

12.02.2010
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