Masterplan - Metalmorphosis

Review

Lange war es still um MASTERPLAN. Seit dem HELLOWEEN-Album „PumpKings“, das Coversongs aus der Roland-Grapow-Ära der Kürbisköpfe enthält, sind neun Jahre vergangen. Rechnet man bis zum letzten regulären Album „Novum Initium“ zurück, sind es sogar 13 Jahre. In der Zwischenzeit schloss das langjährige Label der Band, AFM Records, seine Pforten, sodass die neue Scheibe via Frontiers Music erscheint. Hat sich darüber hinaus etwas bei der Band verändert, oder setzt „Metalmorphosis“ dort an, wo „Novum Initium“ 2013 aufhörte?

MASTERPLAN durchlaufen keine Meta(l)morphose

Das Line-up ist seit 2012 mit Ausnahme von Drummer Kevin Kott, der 2016 dazustieß, stabil geblieben. Sänger Rick Altzi konnte sich auf den beiden Vorgängern etablieren, und seine kratzige Stimme besitzt Wiedererkennungswert, auch wenn sie nicht an die von Originalsänger Jørn Lande heranreicht.

Musikalisch sind MASTERPLAN etwas gediegener unterwegs. Die ersten Stücke von „Metalmorphosis“ gleichen eher gemächlichem Melodic Metal als flinkem Power Metal. Die Band fühlt sich im Midtempo wohl und zieht das Tempo bei den Soli von Mastermind Roland Grapow etwas an. Die untermalenden Keyboards sind gut eingesetzt.

Erst mit „Through The Storm“ kommt in der zweiten Albumhälfte mehr Fahrt auf. Zuvor plätschern die meisten Stücke vor sich hin. Das sind keine schlechten Lieder, doch es fehlt ihnen an Biss. Der Mix könnte druckvoller sein, um dem Sound die nötige Würze zu verleihen. Der Longtrack „The Call“, der das reguläre Album beschließt, setzt noch einige Akzente, und „Rise Again“ kennen wir bereits von der Single-Veröffentlichung 2024.

„Metalmorphosis“ klingt nach Alterswerk

Wer ein feuriges Comeback erwartet hat, könnte von „Metalmorphosis“ enttäuscht werden. Das Album hat gute Ansätze, zieht im Vergleich zu früheren Werken von MASTERPLAN jedoch den Kürzeren. Die Platte ist keineswegs komplett schlecht, doch mit dem Debüt oder dem direkten Vorgänger hat man deutlich mehr Spaß.

12.07.2026

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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