Neck Cemetery - The Curse Of Neck Cemetery
Review
Sie waren Ende September bei 30 Jahre metal.de in Wuppertal dabei. NECK CEMETARY veröffentlichen ihren dritten Longplayer unter dem Motto „The Curse Of Neck Cemetery“ und damit den Nachfolger des 2022er Releases „Bring Us The Head“. Außerdem haben sich NECK CEMETARY für „The Devil’s Bride“ Verstärkung mit Stacey Savage von SAVAGE MASTER geholt. Von den Eckdaten klingt die dritte LP der Truppe sehr vielversprechend.
„The Curse Of Neck Cemetery“ und das richtungsweisende dritte Album
Wenn es um die dritte Veröffentlichung geht, kommt oft der Hinweis bezüglich der richtungsweisenden LP für den zukünftigen Karriereverlauf. Ob NECK CEMETARY überhaupt einen anderen Karriereverlauf im Kopf haben als bisher, ist nicht bekannt. Vieles deutet daraufhin, dass das Quintett sich selbst eher als Hobby und Passion ansieht. Musikalisch geht es genau dort weiter, wo die Truppe bisher aktiv war. Klassischer Stoff, der an die Heroen der 80er Jahre erinnert, befindet sich auf „The Curse Of Neck Cemetery“.
Die Kirchenorgel und „The Curse“ leiten zu „The House“ über. Für Songs der Marke „The House“ gibt es den Begriff solides Material. Die Nummer ist nicht schlecht, will aber nicht richtig mitreißen, weil an der einen oder anderen Ecke der Druck fehlt oder die Vocals nicht so richtig rüberkommen. Was für „The House“ gilt, gilt für große Teile von „The Curse Of Neck Cemetery“. Egal ob „Trollslayers“, „Colossus“ oder „Midnight“. An sich liefern die Songs anständige Melodien. Beim Zusammenspiel von Saiten und Vocals gibt es Luft nach oben. Vor allem der Gesang von Jens Peters wirkt in Teilen farblos.
Mit mehr als sieben Minuten Laufzeit unterscheidet sich „Blood And Snow“ bereits beim Blick auf die Tracklist vom restlichen Material. Der Langläufer auf der neuen NECK CEMETERY-Platte liefert andere Klänge als die vier Vorgänger. Eine Spur Epic würzt die Heavy-Metal-Suppe und die Saitenfraktion bekommt mehr Spielraum. Die Nummer gehört zu den stärkeren Tracks, wobei andere Veröffentlichungen des Jahres 2026 auch „Blood And Snow“ klar auf die hinteren Plätze verweisen.
NECK CEMETERY liefern solides Material
Das dritte Album von NECK CEMETERY ist ein Paradebeispiel für eine solide Underground-Veröffentlichung. Es gibt angenehme Melodien und gute Ideen. Der letzte Schliff, der aus einer soliden Platte eine gute oder starke Platte macht, der fehlt leider. Ideen hat die Truppe, was sich zum Beispiel beim Langläufer „Blood And Snow“ zeigt. Der große Teil der LP läuft jedoch durch, ohne größeren Eindruck zu hinterlassen. Dazu gehört auch das bereits erwähnte „The Devil’s Bride“, wo die ergänzenden schrägen Vocals von Stacey Savage eher für einen noch unausgegorenen Gesang sorgen als bei den übrigen Tracks.
Unterm Strich bleibt eine leicht überdurchschnittliche Veröffentlichung, wo eine Undergroundband gute Ansätze präsentiert. Über die gesamte Laufzeit gibt es zu viel Material, was das Potential erahnen lassen, aber zu farblos, oftmals im Zusammenspiel von Gesang und Saiten, daherkommt.
Neck Cemetery - The Curse Of Neck Cemetery
| Band | |
|---|---|
| Wertung | |
| User-Wertung | |
| Stile | Heavy Metal |
| Anzahl Songs | 10 |
| Spieldauer | 45:23 |
| Release | 06.11.2026 |
| Label | Lucky Bob Records |
| Trackliste | 1. The Curse 2. The House 3. Trollslayers 4. Colossus 5. Midnight 6. Blood and Snow 7. The Lost and Damned 8. Beyond Infinity 9. The Devil’s Bride (feat. Stacy Savage) 10. Voices from the Other Side |
