Ov Sulfur - The Burden Ov Faith

Review

OV SULFUR ist die neue Band um Ricky Hoover, welcher vorher bis 2012 das Mikro bei SUFFOKATE malträtiert hat. Die Band spielt angeschwärzten Deathcore und hat mit „The Burden Ov Faith“ ihr Debütalbum am Start, welches vom Fleck weg bei Century Media Records erscheint. Klingt alles spanned, doch kann die Band mehr als auf der Erfolgswelle von LORNA SHORE mitzuschwimmen?

OV SULFUR machen keine halben Sachen

Musikalisch sind OV SULFUR auf jeden Fall schon einmal vielseitig. Sie lockern ihren Deathcore neben Black-Metal-Elementen auch mit symphonischen Anteilen auf und Sänger Ricky Hoover wechselt relativ mühelos zwischen tiefen Growls, fiesen Screams und überzeugendem Klargesang. Einflüsse schwanken irgendwo zwischen BEHEMOTH, LORNA SHORE und Hoovers alter Band SUFFOKATE.

Deathcore ist ein Genre, das oft Gefahr läuft, in monotonem Geprügel zu verschwinden. Den Fehler macht die Band aus Las Vegas nicht, sondern lockert hyperaggressive Parts immer wieder mit orchestralen Zwischenspielen auf, manchmal brechen sie auch in den softeren Metalcore aus und werden gefährlich eingängig und natürlich gibt es auch in diversen Liedern einen brutalen Breakdown, welcher aber auch nicht nur als Mittel zum Zweck rüberkommt.

Genau wie mit den Breakdowns verhält es sich auch mit Hoovers Klargesang. Dieser wird nicht nach einem stumpfen Strophe-Refrain-Strophe-Schema eingesetzt, sondern kommt pointiert zum Einsatz, um den Songs einen kleinen Farbtupfer zu geben. Und auch die Instrumentalfraktion überzeugt, neben ihrer Spielpräzision werden sogar des Öfteren wie in „Death Ov Circumstance“ oder dem Titeltrack wirklich gute Gitarrensoli eingestreut.

Featurgäste bleiben nicht aus, auf „Unraveling“ darf Taylor Barber von LEFT TO SUFFER mitmischen und auf „Wide Open“ gibt sich niemand geringeres als Howard Jones von LIGHT THE TORCH die Ehre, gerade letzterer überzeugt mit seinen großartigen Clean Vocals sehr.

„The Burden Ov Faith“ ist ein verdammt starkes Debütalbum geworden

Einzelne Songs herauszupicken ist prinzipiell nicht notwendig. Vom eröffnenden „Befouler“ über das großartige „Death Ov Circumstance“ und die angesprochenen Featuresongs bis zum großen Finale samt (leider unbekannter) weiblicher Vocals im Titeltrack liefern sich OV SULFUR wenig Blöße und haben ein starkes Debütalbum geschaffen, das die Band auf der Musiklandkarte sicherlich längerfristig platzieren wird.

17.03.2023

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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